Abwechslungsreichen
Power Metal aus deutschen Landen präsentieren uns TYRANT
EYES mit ihrem mittlerweile zweiten Album The
Darkest Hour. Scarlet Records taten gut daran, diese
Band zu signen, denn verdient haben sie es sich allemal.
Als erstes fällt gleich mal der Gesang auf, der ähnlich
wie Tom Angelripper bei schnellen Stellen beim erstem Song, dann
wieder hymnisch und sehr Heavy Metal orientiert ist, ohne in für
so manchen nervige Höhen vorzudringen. Sehr gut ist auch
die Gitarrenfraktion die es schafft, dass fast alle Riffs 100
% bangkompatibel sind und so sicherlich gut auf jeder Metal Party
zu erweiterter Stunde kommen. Das Einzige was hierzu noch fehlt
sind mehr mitsingmögliche Refrains und leichter konsumierbare
Stellen, die dann auch ruhig öfters wiederholt werden dürften.
Leider fehlt es ein wenig an diesen Dinge, was das Album erst
nach mehreren Durchläufen richtig interessant macht und schlussendlich
in sich schlüssig wirken lässt. Dazu tragen auch die
manchmal etwas progressiven Teile bei, die nicht so richtig zum
Gesamtsound des Albums passen wollen. Anders produziert würden
manche Riffs auch einer Death Metal Band sehr gut zu Gesicht stehen,
was ja an und für sich eher lobenswert ist, da man versucht
das Genre des Power Metal um Einflüsse aus anderen Stilen
zu erweitern. Neben oben erwähnten Death Metal Parts finden
sich unter anderem auch einige zitatweise eingesetzte Teile von
alten Thrash Bands, z.B. gleich beim Opener Night Of The Defender,
oder richtig schön rockige Fragmente die an 80er Heavy Metal
Bands erinnern. Die Produktion allerdings ist glücklicherweise
wenig an diese Epoche angelehnt und insbesonders bei den Gitarren
sehr modern und druckvoll. Das Keyboard wurde diskret in den Hintergrund
gemischt und darf nur bei einigen wenigen Stellen den Ton angeben
und die Melodie bestimmen, wo man es auch dementsprechende herausgehoben
hat.
Layout und Präsentation der Band sind wie in diesem Metier
üblich auf gehobenem Niveau, also auch hier keine negative
Kritik.
Fazit :
Viele gute Momente aber leider auch ein paar recht belanglose
Riffs, die den Höreindruck ein wenig schmälern. Nichts
desto trotz bleibt The Darkest Hour ein
Leckerbissen für alle Freunde des Power Metal die auch
mal über den Tellerrand schauen können.
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