TYRANT EYES – The Darkest Hour 
 
Label: Scarlet Records
Release: 28.01.2003
Von: Byron
Punkte: 7
Time: 54:14
Stil: Power Metal
URL: Tyrant Eyes
 
Abwechslungsreichen Power Metal aus deutschen Landen präsentieren uns TYRANT EYES mit ihrem mittlerweile zweiten Album The Darkest Hour. Scarlet Records taten gut daran, diese Band zu signen, denn verdient haben sie es sich allemal.
Als erstes fällt gleich mal der Gesang auf, der ähnlich wie Tom Angelripper bei schnellen Stellen beim erstem Song, dann wieder hymnisch und sehr Heavy Metal orientiert ist, ohne in für so manchen nervige Höhen vorzudringen. Sehr gut ist auch die Gitarrenfraktion die es schafft, dass fast alle Riffs 100 % bangkompatibel sind und so sicherlich gut auf jeder Metal Party zu erweiterter Stunde kommen. Das Einzige was hierzu noch fehlt sind mehr mitsingmögliche Refrains und leichter konsumierbare Stellen, die dann auch ruhig öfters wiederholt werden dürften. Leider fehlt es ein wenig an diesen Dinge, was das Album erst nach mehreren Durchläufen richtig interessant macht und schlussendlich in sich schlüssig wirken lässt. Dazu tragen auch die manchmal etwas progressiven Teile bei, die nicht so richtig zum Gesamtsound des Albums passen wollen. Anders produziert würden manche Riffs auch einer Death Metal Band sehr gut zu Gesicht stehen, was ja an und für sich eher lobenswert ist, da man versucht das Genre des Power Metal um Einflüsse aus anderen Stilen zu erweitern. Neben oben erwähnten Death Metal Parts finden sich unter anderem auch einige zitatweise eingesetzte Teile von alten Thrash Bands, z.B. gleich beim Opener Night Of The Defender, oder richtig schön rockige Fragmente die an 80er Heavy Metal Bands erinnern. Die Produktion allerdings ist glücklicherweise wenig an diese Epoche angelehnt und insbesonders bei den Gitarren sehr modern und druckvoll. Das Keyboard wurde diskret in den Hintergrund gemischt und darf nur bei einigen wenigen Stellen den Ton angeben und die Melodie bestimmen, wo man es auch dementsprechende herausgehoben hat.
Layout und Präsentation der Band sind wie in diesem Metier üblich auf gehobenem Niveau, also auch hier keine negative Kritik.

Fazit : Viele gute Momente aber leider auch ein paar recht belanglose Riffs, die den Höreindruck ein wenig schmälern. Nichts desto trotz bleibt The Darkest Hour ein Leckerbissen für alle Freunde des Power Metal die auch mal über den Tellerrand schauen können.