Nach
zwei vielversprechenden Demos haben THE VERY END sich
endlich einen Deal an Land ziehen können und hauen nun
das langerwartete Langeisen raus. Vs. Life beinhaltet
neben zwei Songs (Flatline und The Loss Theory)
vom 2007er Demo Soundcheck For Your Funeral neun
neue Kracher. Und vs. Life überspringt locker die Latte,
welche die Demos bereits hoch aufgelegt haben.
Flatline bleibt der perfekte Opener und donnert liebenswert
brutal aus den Boxen, mit dem unverkennbaren alternierenden
Gesang von Bjoern Goosses. Die Songs gehen fließend ineinander
über, mal wird das Tempo rausgenommen (Bleed Tomorrow,
The Negative), dann wieder wird Vollgas gegeben (Death
Ticket, Stabwounds). Keine Gnade, keine Zeit zum Luftholen,
dafür massig geile groovende Riffs und Hooks, unbändige
Spielfreude, Brutalität und lebendige Abwechslung. Stilistisch
gibt es nach wie vor keine Scheuklappen, alles geht: Death,
Thrash, klassischer Metal, Rock und moderner Core, durchsetzt
mit spielerischen Finessen und Anleihen aus diversen anderen
Genres. Handwerklich ist die Truppe eh über jeden Zweifel
erhaben und auch die Produktion lässt nichts zu wünschen
übrig. Vs. Life ist sicherlich kein Innovationsknüller,
hebt sich aber erfreulich von der Masse ab und tritt so unglaublich
den Allerwertesten. Killer-Album!