Lasst
mich eins vorweg schicken, dieser 3-Tracker macht süchtig!
Ehrlich.
Obwohl das erste Demo von THE VERY END, schlicht
Promo 2K5 betitelt, in der Presse
überschwänglich mit Lob bedacht wurde, wollte es mit
einem Plattenvertrag noch nicht so recht klappen, so dass aus
der eigentlichen Planung für die debütierende Langrille
erst einmal ein weiteres Demo wurde, mit dem die Ruhrpöttler
ihrem Begehren mehr Nachdruck verleihen wollen. THE
VERY END blieben bei der bewährten 3-Track-Formel,
die einmal mehr wahres Suchtpotential entwickelt. Flatline,
The Loss Theory und Gravity treten so dermaßen
Arsch und machen Laune, dass das Ganze umgehend wieder vorbei
ist und man sich erwischt, wie man auch zum 10. Mal die Repeat-Taste
drückt.
Dem aktiven Konzertbesucher dürften die Songs allerdings
bekannt sein, denn sie wurden allesamt während der einen
oder anderen Show präsentiert.
Opener Flatline macht seinem Namen alle Ehre und knallt
so richtig mit Wucht rein, bis Sänger Bjoern Goosses mit
cleanem Gesang beim Refrain ein wenig die Aggressivität
rausnimmt und dafür den Melodiefaktor erhöht. Auch
The Loss Theory und Gravity folgen diesem
Muster, harsche Strophen, klar gesungener Refrain, wobei The
Loss Theory noch ein bisschen härter als der Opener
rüberkommt und Gravity and das alte Material anschließt
und demnach nicht ganz so melodisch ist.
Insgesamt ist Soundcheck For Your Funeral
eine Ecke melodischer als der Vorgänger geworden, was –
wie bereits erwähnt – hauptsächlich am cleanen
Gesang liegt. Die vor allem schwedische Thrash-Note wurde zurückgeschraubt
und macht dem typisch amerikanischen Groove, wie man ihn von
Machine Head, Fear Factory, Pantera und Co. kennt, Platz. Einmal
mehr ein verdammt geniales Stück Musik, nur viel zu kurz.
Und, noch melodischer sollten THE VERY END
nicht werden… ;)