AAARRRGGGH!
Meine Eier! Das tut weh! Jetzt weiß ich wenigstens wieder,
wieso ich mich Ende der 1980er dem Death Metal zugewandt habe.
Die extrem hohen Vocals von TWISTED TOWER DIRE
Sänger Tony Taylor gehen mir nämlich bereits während
des zweiten Titels vom neuen Album Netherworlds
mit dem Namen Dire Wolf mächtig auf den Sack.
Dabei startet der vierte Longplayer dieser True Metal Amis mit
Starshine recht passabel. Doch mit fortschreitender
Spieldauer nervt vor allem der Gesang enorm. Okay, die Musiker
beherrschen ihre Instrumente. Keine Frage. Leider sind sämtliche
Riffs und Arrangements schon zehntausendmal in 1980ern bis zum
Erbrechen durch den Wolf gedreht worden. Killing Kind
ist so ein Fall. Typisches Heavy Metal Riffing ohne jegliche
Innovation. Wahrscheinlich klingen die Vocals aus genau diesem
Grunde dermaßen hoch, weil die Musik ansonsten einfach
nur am Hörer vorbeirauschen würde. Der Titeltrack
Netherworlds läuft und ich kann ganz ehrlich vermelden,
dass ich jetzt Kopfschmerzen habe. Doch aufgepasst! Casualty
Of Cruel Times beginnt schleppend, bevor Midtempo auf tiefstem
Mittelmaß und dieser schrecklich hohe Gesang wieder alles
zunichte machen. Und auch dieser Song enthält einen strunzlangweiligen
Refrain. Verdammt, dabei hat diese Nummer doch so vielversprechend
begonnen. Netherworlds hat zwei gravierende
Fehler. Es nervt aufgrund der viel zu hohen Vocals und es langweilt
aufgrund des schlappen Songwritings. AAARRRGGGH! Meine Eier!
Meine Ohren! Mein Kopf!