TRANSSYLVANIANS  – Igen!
 
Label: Westpark
Release: 24.05.2004
Von: Gernot
Punkte: 7
Time: 46:13
Stil: Hungarian Speedfolk
URL: Transsylvanian
 

Die Band beschreibt ihre Musik selbst als „hungarian speedfolk“, was schlicht und einfach zutrifft. Das erste auf das ich eingehen will, ist aber der Gesang: die ungarische Sprache macht die Texte zwar unverständlich, den Gesang an sich aber äußerst interessant, und zwar weil das Ungarische einfach einen einzigartigen Klang hat. Außerdem ist der männliche Gesang sehr variabel – was sogar zu ein bisschen Rap führt. Soviel zum männlichen Gesang. Der sehr hohe Gesang des Fräulein Nagy ist hingegen sehr gewöhnungsbedürftig, was den Hörer, der mit dieser Musik vielleicht noch nicht so vertraut ist, bei den ersten Durchläufen etwas abschrecken könnte.

Neben eigenen Kompositionen sind auf dem mittlerweile schon fünften Album von den TRANSSYLVANIANS auch traditionelle Stücke vorhanden. Kurze Instrumentalstücke werden zwischendurch mit den sogenannten Mini Suiten geboten. Man merkt durchaus, dass die Band ihre Instrumente hervorragend beherrscht und die entsprechende Spielfreude mitbringt.

Nicht umsonst ist es Speedfolk – schneller und treibender Rock wird geboten – mit Instrumenten wie Akkordeon, Saxophon sowie Violine und Kontrabass, die einen das eine oder andere Mal doch sehr erstaunen. Allerdings geht es in manchen Stücken auch etwas gemütlicher zu. Einerseits wird die Musik gewiss niemals fad, andererseits könnten die lieben Transsylvanier aber tatsächlich beginnen, mit der Zeit zu nerven. Das wird aber durch die kurze Laufzeit von 46:13 Minuten ausgeglichen.

Dessen ungeachtet kann man sich beim Hören der CD perfekt vorstellen, mitten in der Pannonischen Tiefebene einem stimmungsvollen Volksfest beizuwohnen. Aber auch orientalische Klänge tauchen gelegentlich auf und vereinzelt erinnert mich die Musik sogar an die von Mano Chao.

Alles in allem ist Igen! ein interessantes und sehr eigenständiges Album. Bei der DigiPack-Version wird zusätzlich noch ein Remix (!) des Songs Jánoska als Video geboten.

Anspieltipps: Debrecen, Jánoska, Apa Cuka