Die Band
beschreibt ihre Musik selbst als „hungarian speedfolk“,
was schlicht und einfach zutrifft. Das erste auf das ich eingehen
will, ist aber der Gesang: die ungarische Sprache macht die
Texte zwar unverständlich, den Gesang an sich aber äußerst
interessant, und zwar weil das Ungarische einfach einen einzigartigen
Klang hat. Außerdem ist der männliche Gesang sehr
variabel – was sogar zu ein bisschen Rap führt. Soviel
zum männlichen Gesang. Der sehr hohe Gesang des Fräulein
Nagy ist hingegen sehr gewöhnungsbedürftig, was den
Hörer, der mit dieser Musik vielleicht noch nicht so vertraut
ist, bei den ersten Durchläufen etwas abschrecken könnte.
Neben eigenen
Kompositionen sind auf dem mittlerweile schon fünften Album
von den TRANSSYLVANIANS auch traditionelle
Stücke vorhanden. Kurze Instrumentalstücke werden
zwischendurch mit den sogenannten Mini Suiten geboten. Man merkt
durchaus, dass die Band ihre Instrumente hervorragend beherrscht
und die entsprechende Spielfreude mitbringt.
Nicht umsonst
ist es Speedfolk – schneller und treibender Rock wird
geboten – mit Instrumenten wie Akkordeon, Saxophon sowie
Violine und Kontrabass, die einen das eine oder andere Mal doch
sehr erstaunen. Allerdings geht es in manchen Stücken auch
etwas gemütlicher zu. Einerseits wird die Musik gewiss
niemals fad, andererseits könnten die lieben Transsylvanier
aber tatsächlich beginnen, mit der Zeit zu nerven. Das
wird aber durch die kurze Laufzeit von 46:13 Minuten ausgeglichen.
Dessen ungeachtet
kann man sich beim Hören der CD perfekt vorstellen, mitten
in der Pannonischen Tiefebene einem stimmungsvollen Volksfest
beizuwohnen. Aber auch orientalische Klänge tauchen gelegentlich
auf und vereinzelt erinnert mich die Musik sogar an die von
Mano Chao.
Alles in
allem ist Igen! ein interessantes
und sehr eigenständiges Album. Bei der DigiPack-Version
wird zusätzlich noch ein Remix (!) des Songs Jánoska
als Video geboten.
Anspieltipps:
Debrecen, Jánoska, Apa Cuka