Sind
TOXOCARA der große holländische Rebell anno
2008? Die Frage lässt sich leicht beantworten: Das sind
sie nicht. Auch wenn’s zu dieser Frage eine Absage gibt,
zu dem Death Metal auf The Great Rebellious gibt
es ein klares „Ja“! Denn den beherrschen die vier
Männer und Bassistin Anne van Dorn weitaus besser, als
so manche Genre Kollegen. Das Erfolgsrezept der zweiten Veröffentlichung
liegt in der amerikanischen Death Metal Prägung: The
Great Rebellious ist ein fast durchgängig rasender
Pitbull geworden, der sich irgendwo zwischen Cannibal Corpse,
Monstrosity und Immolation festbeißt, dabei aber keineswegs
monoton klingt. Als Garanten dafür setzen TOXOCARA
auf ausgeklügelte Songstrukturen mit Hang zum Technischen,
die immer mal wieder durch groovende Parts oder Samples aufgelockert
werden. Letztere kommen jedoch nur sporadisch vor, verfeinern
und unterstützen das Gesamtbild und die Aussage nur, anstatt
störend zu wirken. Bei U-48 – Dive Of Death
gibt’s bspw. ein Echolot, Among Amon setzt auf
ein Filmsample, Fusillade The Coalescent hingegen wird
mehr Atmosphäre durch kurzen hintergründigen choralen
Gesang verliehen. Und wenn wir schon beim Gesang sind, der wird
angenehm natürlich tief aus den Boxen geschossen. Den letzten
Rumms gibt The Great Rebellious die fette Produktion
mit. Auch wenn TOXOCARA den Death Metal nicht neu definieren,
diese mit Killerriffs gespickte brutale Scheibe darf sich gerne
in diversen Death Metal Sammlungen ihren Platz suchen.