| Ganz
überzeugen können sie mich noch nicht, die Deutschen.
Aber mit ihrem Konzeptalbum Mirror Of Creation
sind TOMORROW’S EVE definitiv auf dem richtigen
Weg, so viel stellt fest. Prog-Power-Metal auf hohem künstlerischen
Level ist angesagt, wenngleich der Prog-Anteil meines Erachtens
zu überstrapaziert wird. Damit meine ich aber nicht, dass
TOMORROW’S EVE auf Teufel-komm-raus ihre
technischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, sondern vielmehr,
dass sie leider keinen ihrer Songs unter 7 Minuten halten, was
das Hören auf die Dauer sehr anstrengend macht und die Eingängigkeit
auf der Strecke lässt. Schade eigentlich, denn grundsätzlich
wäre das Material sehr stark und abwechslungsreich und weist
zahlreiche coole Riffs auf. Besonders die gelegentlichen Double-Bass-Industrial-Attacken
werden gekonnt in die Songs eingeflochten und sorgen für
eine eigene Note. Darüber hinaus möchte ich die Spielzeit
von über 70 min. hervorheben, an der sich einige andere Acts
eine Scheibe abschneiden können. Sollten es TOMORROW'S
EVE schaffen, stellenweise ein wenig kompakter zu werden
und weniger Pathos in ihre Songs einzubauen, dürfte beim
nächsten Mal einem Hammeralbum nichts mehr im Wege stehen!
Wer auf Bands der Marke Dream Theater steht, sollte sich nicht
scheuen, mal reinzuhören.
Tomorrow's
Eve |