Zehn
Jahre haben die deutschen Deather von TOMBTHROAT
mittlerweile auf dem Buckel. Und bis zu ihrem neuesten Album
habe ich diese Band noch nie gehört gehabt. Und wenn ich
mir Bloodred Victory anhöre,
kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass ich in den vergangenen
zehn Jahren auch nicht viel verpasst habe. Death Metal mit einer
Prise Grindcore wird dem Hörer serviert. Wobei Bands wie
zum Beispiel Blood diese Mischung wesentlich besser beherrschen
als TOMBTHROAT. Vor allem der Gesang des Frontmanns
gefällt mir überhaupt nicht. Wahrscheinlich bin ich
auch einfach zu sehr Purist, was extremen Metal betrifft. Denn
jede Menge Pentagramme im Booklet lassen auf eine satanische
Band schließen, während die Musiker eher wie die
Mitglieder einer Hardcore Band aussehen. Wem soll diese Mixtur
zusagen? Das gilt auch für die Musik. Immer, wenn mal ein
gutes Death Metal Riff erklingt, wird es sofort von einem völlig
uninspirierten Grindcore Riff abgelöst. Es tut mir wirklich
leid. Die Produktion der Platte ist zwar okay, aber die Songs
klingen mir irgendwie nicht ausgereift genug. Die eklatanten
Mängel im Songwriting könnte man bei einer Anfängerband
noch tolerieren. Bei einer Truppe wie TOMBTHROAT, die bereits
ihr zehnjähriges Bestehen feiert, erwarte ich jedoch einfach
mehr!