So,
Freunde! Die heutige Rezi beginnen wir wie gewohnt mit einer
kurzen Wiederholung unserer Schwedisch Kenntnisse ;) TOTALT
JÄVLA MÖRKER bedeutet – genau – Total
Fucking Darkness (findet man so auch in jedem Wörterbuch).
Söndra & Härska trägt im Deutschen
bekanntlich die Redewendung „Teile & Herrsche“.
Nicht gewusst? Setzen – 6!
Und jetzt noch ein bischen Geschichte: Söndra &
Härska, der Ausspruch findet seinen Ursprung in
der Kriegskunst, einige hundert Jahre vor Geburt des Gottessohnes
praktiziert, und schaffte es immerhin in den Sprachgebrauch
des französischen Königshauses sowie in die Dichtkunst
von Heinrich Heine.
Und nun zum Eigentlichen: Versuche ich nun das ganze Drumherum
mit der Musik in Einklang zu bringen, entpuppt sich die vermeintlich
große Kriegsführung doch eher als ein laues Warm
Up. Was zu Anfang der Scheibe noch recht gut funktioniert, eiert
im Laufe der Scheibe austauschbar und mehr und mehr belanglos
vor sich hin. Die Rede ist von Crustcore angereichert mit Black
Metal Stilelementen. Aber woran liegt das? An der Mischung definitiv
nicht – die klingt innovativ, sicherlich gewöhnungsbedürftig
ob der Black Metal Klampferei und durchaus intensiv. Auslöser
für den langatmigen Moment (der aus mehreren 2 –
3 Minuten Tracks besteht) ist der Fokus auf einen langsameren,
zermürbenden Stil. Der hätte das kleine Feuerwerk
an Brutalität, Tempo und Überraschung, das zu Beginn
von Söndra & Härska abgeschossen
wird, nicht mit der Wucht auslöschen brauchen. Nichtsdestotrotz
haben TOTALT JÄVLA MÖRKER eine Chance in jedem
aufgeschlossen Ohr verdient – das Potential für den
Insider-Tipp ist auf jeden Fall vorhanden!