Es
gibt immer noch Bands, die einen positiv überraschen. Das
gilt zum Beispiel für die italienischen Power Metaller
THY MAJESTIE. Einige von euch werden jetzt
sicher denken, dass ich nicht ganz richtig im Kopf bin, wenn
ich davon rede, dass italienischer Power Metal mich positiv
überrascht hat. Wir sind ja schließlich alle zumindest
ein wenig Rhapsody-geschädigt, wobei diese Formulierung
etwas ungerecht ist. Vielmehr sind es die tausend Kopien von
Rhapsody, die uns mit ihrem primitiven Sound und Möchtegern-Bombast
so manchen Tag verderben. Nicht so jedoch THY MAJESTIE.
Quasi über Nacht wurden THY MAJESTIE zum
Geheimtipp, da sie wunderbare Songs schreiben, den Bombast zugunsten
guter Songstrukturen ein wenig zurückschrauben und einen
durchaus dezenteren Sänger als Rhapsody im Programm haben.
Ihr aktuelles Werk, ein Konzeptalbum über Jeanne
d'Arc, enthält all das, was das Herz eines
Rhapsody-Fans höher schlagen lässt: Eine volle Stunde
Wechselbad der Gefühle, Aufstieg und Fall einer Legende
ergreifend vertont und perfekt umgesetzt. Instrumental virtuos
und trotzdem stimmig. Kurzum: Einfach gut! Punkteabzug gibt
es lediglich für ein wenig Mangel an Eigenständigkeit,
ansonsten bin ich jedoch völlig überzeugt. Es ist
nicht verwunderlich, dass sich bereits der ehemalige “Manager”
von Rhapsody bei der Band gemeldet hatte, denn hier liegt die
Zukunft des epischen Power Metals!