Auf dem neuen Werk von THORONDIR steht eine heroische, pathetische Stimmung eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens. Düster ratternde Rhythmen begleiten episch gezogene, bisweilen traurige, dann wieder kämpferische Melodielinien, eine fauchende Stimme interpretiert dieses Konzeptalbum über einen Wanderer, der nach Antworten sucht, in Kombination mit gutem Klargesang in angemessener Weise.
Vieles spielt sich im mittelschnellen Tempo ab, weshalb die attackierenden Passagen wie bei Rache Durch Das Schwert umso kraftvoller vorpreschen. Die Band lotet ein breites Spektrum aus und es bedarf mehrerer Durchläufe, um die Feinheiten zu erfassen. Die Musik scheint zu Beginn etwas gleichförmig, doch das Album birgt in seiner Homogenität eine Menge an Abwechslungsreichtum. Die Gute-Laune-Hoppelrhythmen sind ebenso mit an Bord und damit geht es bei Fenriswolf auf die Jagd. Die Komposition Dunkle Zeichen offeriert mit seiner rollenden, schmissigen Taktgebung und den schleppenden Zwischentönen mitreißende Klänge; einzig die Heldentenöre sind nicht so ganz mein Geschmack, doch dieses Stilmittel wird - Odin sei Dank! - ganz dezent eingesetzt.
Das Sextett intoniert seine epischen Stücke in variabler, weil manchmal besonnener, dann wieder aufbrausender Weise und kann so jeden Pagan-Metaller mit einem opulenten, ausladenden Album auf seine Seite ziehen.