TEMTRIS – Enter The Asylum

 
Label: Battlegod Productions
Release: 20.05.2016
Von: Stormlord
Punkte: 7.5/10
Time: 51:29
Stil: Heavy Metal
URL: Temtris
 

Nach der symphonisch getragenen Einleitung R.A.M. könnte der Aufbau von Enter The Asylum klassischer kaum sein: einprägsame Gitarrenmotive, mittelschnell galoppierende Rhythmen, Parts zum Headbangen, ein ausgedehntes Flitzefingersolo, alles getragen von coolen Vocals, wobei Sängerin Genevieve von ein paar dunklen Growls unterstützt wird. Etwas sperriger aufgebaut, zieht das Quintett bei Mind Games das Tempo zwischendurch erheblich an, und wiederum gibt eine ausladende Instrumentalpassage den guten Ton an.
Marschrhythmen und ein gesprochener Teil tragen beim epischen Break The Skin zur theatralischen Aura bei, die recht hohen Gesangseinlagen zerren ein wenig an den Geschmacksnerven, wogegen mich der thrashig voranschreitende Charakter von Darkness Falling wieder eher packt, ebenso wie das kämpferische, stoisch stampfende Too Deep, das ohne Gesang auskommt und dennoch variabel zu überzeugen weiß. Das mystische Empty Room steigert sich zusehends, doch hier fehlt ein klasse Refrain, um einen Volltreffer entstehen zu lassen. Immer wieder offerieren TEMTRIS angenehm fließende Melodien und Riffs, bei denen wohlwollendes Mitwippen keine Seltenheit darstellt, doch bezüglich der Eingängigkeit vermisse ich zündende und durchschlagskräftige Refrains. Dieses Album eignet sich sehr fein zum Durchhören und macht aufgrund seiner variablen Geschwindigkeitspalette Spaß. Sogar die dramatische Ballade Lament ist mit an Bord und kontrastiert schnellere Nummern wie den Abschluss  Phoenix  in gelungener Weise.
Enter The Asylum bringt gut ausbalancierten, erdigen Heavy Metal mit vielen Gitarrensoli zu Gehör, der einfach gute Laune verbreitet!