Schon
2 Jahre alt, diese Split-Scheibe, aber bitte sehr. Das Gebotene
ist auch heute noch eine Rezension wert, auch wenn jede Band
nur mit einem Stück vertreten ist. Sowohl die Österreicher
als auch die Basken sind ja im Black Metal – Untergrund
keine völlig Unbekannten mehr, in beiden Fällen handelt
es sich um 2-Mann-Bands, wobei im Fall von DAEMONLORD
immer noch ein Drumcomputer als drittes Bandmitglied fungiert.
Den Anfang macht aber KEY OF MYTHRAS, das Soloprojekt
des ehemaligen Sanguis-Frontmannes Werner Hochleitner aka Duncan
(der wieder von seinem ehemaligen Bandkollegen Svart an den
Tommeln unterstützt wird) mit dem Stück So Let
It Be Done, einem eingängigen, aber trotzdem abwechslungsreichen
Batzen Hass, in den bei aller Orientierung an der alten Schule
auch Elemente aus Dark Metal und Thrash (okay, letzteres entspricht
ja eigentlich eh der alten Schule) einfließen. 7 Minuten
hochwertige (wenn auch nicht bahnbrechende) Kost, die sich jeder
Anhänger der Stilrichtung bedenkenlos antun kann. Noch
rauer wird die Sache dann bei The Sharpened Edge Of Ignorance,
das mit Abstand das stärkste ist, was aus dem Hause DAEMONLORD
bislang an meine Ohren gedrungen ist. Blendet man mal die Tatsache
aus, dass hier ein enger Verwandter der Herren Dr. Avalanche
und Angelo Sasso das Getrommel besorgt, dann würde ich
sagen: Genau so gehört Black Metal! Ein super-eingängiges
Leitriff (plus weitere Riffs, die im Ohr hängen bleiben),
bestialisches Gekreisch, durch und durch dunkle Stimmung. Wieder
mal ein Hoch auf das Baskenland! Da bin ich ja direkt gespannt,
was das gerade veröffentlichte dritte Vollzeitalbum (neben
allerlei Demos, Minis und Split-CDs) zu bieten hat. Ich weiß
nicht, ob von den 500 handnumerierten Stück, auf die das
vorliegende Viech limitiert ist, noch was über ist. Wenn
ja: Zugreifen!