Point Of
No Return zeigt einmal mehr, wie wandelbar und doch
zugleich stilsicher HAVOK agieren, denn vom qualitativ
hochwertigen Thrash Metal weicht man keinen Millimeter ab.
Das Titelstück und der zweite neue Song Cradle To
The Grave erinnern diesmal allerdings stark an Testament,
das war auf dem letzten Album nicht unbedingt einer der Haupteinflüsse.
Trotzdem erkennt man sofort, dass es sich nur um HAVOK
handeln kann, was zum einen am charakteristischen Gesang als
auch an den messerscharfen Leads liegt. Musikalisch gehören
die beiden Tracks zwar nicht zum stärksten Material der
Band (was nicht nur am leicht reduzierten Tempo liegt), sind
aber trotzdem absolut hörenswert.
Zusätzlich
gibt es dann noch zwei bisher nur bei itunes erhältliche
Coversongs, nämlich Arise (Sepultura) und Postmortem/Raining
Blood (Slayer), wobei beide ziemlich exakt nachgespielt
werden. Der Sinn dieser Aktion erschließt sich mir daher
nicht so ganz, aber natürlich hat man auch schon schlechtere
Cover gehört. Und so kann Pete Webber immerhin noch mal
zeigen, warum er meiner Meinung nach einer der besten neuen
Drummer im Thrash-Bereich ist…
Insgesamt eine
feine Sache für Komplettisten, wenn auch nicht essentiell.
Wer auf der gerade beendeten Tour gesehen hat, wie hungrig
die Band live agiert, wird meine Vorfreude auf das nächste
reguläre Album allerdings gut nachvollziehen können!