Der Devastator kriecht aus der Unterwelt und mit einem markerschütternden Schrei nimmt der (kontrollierte) Wahnsinn seinen unheiligen Lauf. Der Schweiß tropft aus allen Poren, wenn thrashiger Highspeed auf rotzig ausgespuckte Vocals und einen höllischen Groove trifft. Die Jungs würden im Vorprogramm von The Crown eine sehr gute Figur abgeben und sie erreichen auf der nach oben hin offenen Intensitätsskala ähnlich hohe Werte, vor allem der Executioner schüttelt die vermoderten Knochen des Todesthrashers ordentlich durch. Einzig die Refrains sind noch nicht mit Hymnenmagie gesegnet, obwohl etwa das knackig-kurze Kill The King beträchtliches Mitgrölpotential verströmt. Einige Nackenwirbel rotieren bei den zwingenden Headbangerrhythmen von Trying To Grow Wings und auch die mittelschnellen, schleifenden Strukturen des Titelstücks verleiten zum Mattenschwingen und Fäusterecken. Geradezu manische Energie lässt Shadow And The Slave schier explodieren, songdienliche Soli werden wiederholt eingestreut und tragen wesentlich zur ruppigen Gesamtgestaltung bei, die Dynamik profitiert von der kurzzeitigen Temporeduzierung enorm. Gnadenlose Groovehämmer der Marke In These Moments halten das Energielevel bis zum Schluss im roten Bereich, bestens aufgelockert durch bedrohlich heranrollende Schleifsequenzen, doch an den krönenden Refrains hapert es noch ein wenig, um volle Durchschlagskraft zu gewährleisten.
Direkt, unheilvoll und mit heftigen Grooves ausgestattet, pumpt dieses Album jede Menge Adrenalin durch den Körper und eignet sich hervorragend wahlweise zum Aggressionsabbau, Sport-Workout oder für eine schweißtreibende Live-Show, einzelne Single-Hits bleiben allerdings außen vor!