HAMMERFALL – Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken

 
Label: Nuclear Blast
Release: 07.03.2005
Von: Pedi
Punkte: 8/10
Time: 50:48
Stil: Power Meral
URL: Hammerfall
 

Was hab ich mich gefreut als ich dieses schöne, neue Album endlich in meinen Händen halten konnte. Ich, als großer und eingefleischter HAMMERFALL Fan war schon beim Kauf der CD fest davon überzeugt, dass das mittlerweile fünfte Album der schwedischen Power Metaller wieder einmal ein Hammer sein wird. Wie immer wurde das Album mit einem stahl-harten Namen betitelt. Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken nennt sich das eisige Werk von HAMMERFALL. Na wenn das kein "Mittelfinger-Zeigen" in Richtung der Kritiker der Band ist! Was soviel heißt wie, die Jungs lassen sich von niemand einschüchtern und ziehen ihr Ding so durch wie sie es wollen, und so gehört sich das auch!
Wie auch schon beim sehr erfolgreichen Vorgänger Album Crimson Thunder, wurde die neue CD vom Meister-Produzenten Charlie Bauernfeind (Helloween...) produziert. Der Sound des Albums knüpft an den der letzten CD an.
Was verbinden wir mit HAMMERFALL? Natürlich schnelle hymnenhafte "Mit-sing-Songs", aber auch wunderschöne Balladen à la Glory To The Brave, das auf dem gleichnamigen Debüt zu finden ist. Und beim ersten Reinhören in die neue Scheibe fällt einem sofort auf, dass die Geschwindigkeit zu meinem Bedauern erheblich zurückgeschraubt wurde. So gibt es leider keine Kracher mehr wie Heeding The Call damals zu Legacy Of Kings Zeiten oder Hammersongs wie Trailblazers von Crimson Thunder, die wirklich einen hohen Speed drauf hatten. Hingegen findet man auf dem neuesten Output der fünf Schweden mehr Komplexität und Reife in den einzelnen Songs. Was natürlich nicht unbedingt schlecht ist. Den Anfang macht der Song Secrets, einer der schnelleren Tracks. Man merkt gleich, dass sich am Stil der Band nichts geändert hat. Die Lieder sind genau so gefüllt mit Stahl wie die älteren. Die Single Blood Bound ist natürlich auch auf dem Album enthalten. Viel gibt’s über die Lieder eigentlich nicht zu sagen, da sie alle im typischen HAMMERFALL Stil gehalten wurden. Wer also die früheren Alben liebte, wird dieses natürlich auch mögen. Zum Glück befinden sich auf der CD Hammer Lieder wie Born To Rule oder Hammer Of Justice. Diese Lieder haben wirklich enorm viel Potenzial. Was mir noch aufgefallen ist, ist der Schritt in Richtung späten 80er und frühen 90er Heavy Metal à la Warlord und Konsorten, was ich nur begrüßen kann.
Den Abschluss macht der zwölf (!) Minuten Song Knights Of The 21st Century, der mit Vocals von Venom Sänger Cronos bestückt wurde. Zwölf Minuten eiskalter Stahl erwartet euch bei dieser Nummer!
Beim Digipack gibt's auch noch ein Video von der neuen Single Blood Bound und allerlei Fan-Material.
Fazit: Obwohl ich mir wirklich mehr erwartet hätte, bin ich voll und ganz mit der Arbeit der Schweden zufrieden und begebe mir hiermit wieder in die eisigen Welten von HAMMERFALL.