Was hab
ich mich gefreut als ich dieses schöne, neue Album endlich
in meinen Händen halten konnte. Ich, als großer und
eingefleischter HAMMERFALL Fan war schon beim
Kauf der CD fest davon überzeugt, dass das mittlerweile
fünfte Album der schwedischen Power Metaller wieder einmal
ein Hammer sein wird. Wie immer wurde das Album mit einem stahl-harten
Namen betitelt. Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken
nennt sich das eisige Werk von HAMMERFALL.
Na wenn das kein "Mittelfinger-Zeigen" in Richtung
der Kritiker der Band ist! Was soviel heißt wie, die Jungs
lassen sich von niemand einschüchtern und ziehen ihr Ding
so durch wie sie es wollen, und so gehört sich das auch!
Wie auch schon beim sehr erfolgreichen Vorgänger Album
Crimson Thunder, wurde die neue CD
vom Meister-Produzenten Charlie Bauernfeind (Helloween...) produziert.
Der Sound des Albums knüpft an den der letzten CD an.
Was verbinden wir mit HAMMERFALL? Natürlich
schnelle hymnenhafte "Mit-sing-Songs", aber auch wunderschöne
Balladen à la Glory To The Brave, das auf dem
gleichnamigen Debüt zu finden ist. Und beim ersten Reinhören
in die neue Scheibe fällt einem sofort auf, dass die Geschwindigkeit
zu meinem Bedauern erheblich zurückgeschraubt wurde. So
gibt es leider keine Kracher mehr wie Heeding The Call
damals zu Legacy Of Kings Zeiten oder
Hammersongs wie Trailblazers von Crimson
Thunder, die wirklich einen hohen Speed drauf
hatten. Hingegen findet man auf dem neuesten Output der fünf
Schweden mehr Komplexität und Reife in den einzelnen Songs.
Was natürlich nicht unbedingt schlecht ist. Den Anfang
macht der Song Secrets, einer der schnelleren Tracks.
Man merkt gleich, dass sich am Stil der Band nichts geändert
hat. Die Lieder sind genau so gefüllt mit Stahl wie die
älteren. Die Single Blood Bound ist natürlich
auch auf dem Album enthalten. Viel gibt’s über die
Lieder eigentlich nicht zu sagen, da sie alle im typischen HAMMERFALL
Stil gehalten wurden. Wer also die früheren Alben liebte,
wird dieses natürlich auch mögen. Zum Glück befinden
sich auf der CD Hammer Lieder wie Born To Rule oder
Hammer Of Justice. Diese Lieder haben wirklich enorm
viel Potenzial. Was mir noch aufgefallen ist, ist der Schritt
in Richtung späten 80er und frühen 90er Heavy Metal
à la Warlord und Konsorten, was ich nur begrüßen
kann.
Den Abschluss macht der zwölf (!) Minuten Song Knights
Of The 21st Century, der mit Vocals von Venom Sänger
Cronos bestückt wurde. Zwölf Minuten eiskalter Stahl
erwartet euch bei dieser Nummer!
Beim Digipack gibt's auch noch ein Video von der neuen Single
Blood Bound und allerlei Fan-Material.
Fazit: Obwohl ich mir wirklich mehr erwartet hätte, bin
ich voll und ganz mit der Arbeit der Schweden zufrieden und
begebe mir hiermit wieder in die eisigen Welten von HAMMERFALL.