Wüst,
brachial, schräg, chaotisch, durchgeknallt… das sind
die Adjektive, die mir während des ersten Durchlaufes von
Deviant Current Signal in den Sinn
kamen. Klingt anstrengend? Ist es … aber auch höllisch
gut ;) HACRIDE vermischen Strapping Young Lad
mit Meshuggah und Fantomas und balancieren dabei zwischen Thrash
und Hardcore und lassen hier und da ein paar Death Einflüsse
aufblitzen. Dazu kommen halsbrecherische Breaks, schräge
Soundsamples hier und da, sogar ein Saxophon bei Protect.
Die Geschwindigkeit wird ständig variiert, es gibt auch
vergleichsweise ruhige Passagen, schöne Gitarrensolos oder
einfach nur arschgeile Monsterriffs (Polarity, Flesh
Lives On).
Das Herausstechende am Debütwerk der Franzosen ist aber,
das sie sich trotz der Vielzahl an Stilistiken und Elementen
nicht verzetteln und immer eine ausgewogene Balance finden,
ohne zu übertreiben oder zu sehr aufzusetzen, was dieses
Album zu einem unverdaulichen Brocken werden hätte werden
lassen.
Mit Cold und Down gibt es noch 2 Demoversionen
vom 2003er Demo Cyanide Echoes hintendran,
sonst wäre die Running Time auch arg kurz geworden.