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aus dem Hause GREED, wobei die hier vorliegende EP gar
nicht so fürchterlich frisch ist, sondern nur in meiner Schnittmenge
zwischen beruflichem und Schreibtisch-Chaos liegen geblieben ist.
*schäm* Gehen wir also über diesen peinlichen Punkt schnell hinweg
und widmen uns lieber der Musik. Hier gibt es nämlich durchaus
Veränderungen zu vermelden, denn im Vergleich zur Fractured-CD
sind GREED deutlich härter und düsterer geworden, was mir
natürlich prinzipiell erst mal gut gefällt.
Leider
kann man aber darüber nicht nur positives berichten, denn anscheinend
sind damit auch die Kreativität und Eigenständigkeit etwas verloren
gegangen. So klingt z.B. Know This über weite Strecken
verdächtig wie eine Mischung aus A Thousand Lies und None But
My Own von Machine Head, und einige Riffs von Can I die now
habe ich ebenfalls schon mal gehört, auch wenn mir der genaue
Ursprung momentan nicht einfallen will. Dazu haben wir dann noch
eine Coverversion des Prodigy-Hits Breathe, die zwar eigentlich
ganz gut umgesetzt ist, mir aber trotzdem nicht gefällt, weil
mich an diesem Stück immer dessen harsche Trägheit fasziniert
hat. Und die fällt halt weg, wenn es schneller gespielt wird...
Wobei
man aber trotzdem generell sagen muß, daß GREED mit dieser
E.P. fast schon in Hardcore-Bereiche vorstoßen, so haben sie an
Brutalität und Aggressivität zugelegt. Als Tüpfelchen auf dem
I ist hier noch die Produktion zu nennen, die einfach alles gnadenlos
umbläst. Da kann man schon mal über ein geklautes Riff hinwegsehen;
Ausstrahlung und Professionalität stimmen einfach, daher sollte
es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis man GREED-CDs
in jedem gut sortiertem Fachgeschäft erwerben kann. Da ja erfreulicherweise
auch das Sänger-Problem gelöst werden konnte (Shouter David ist,
so hört man, in den Schoß der Band zurückgekehrt) sollten für
GREED eigentlich alle Ampeln auf grün stehen!
Greed |