GREED - Post / Human EP

Eigenproduktion

Release: September 2001

Von: Psycho

Neues aus dem Hause GREED, wobei die hier vorliegende EP gar nicht so fürchterlich frisch ist, sondern nur in meiner Schnittmenge zwischen beruflichem und Schreibtisch-Chaos liegen geblieben ist. *schäm* Gehen wir also über diesen peinlichen Punkt schnell hinweg und widmen uns lieber der Musik. Hier gibt es nämlich durchaus Veränderungen zu vermelden, denn im Vergleich zur Fractured-CD sind GREED deutlich härter und düsterer geworden, was mir natürlich prinzipiell erst mal gut gefällt.

Leider kann man aber darüber nicht nur positives berichten, denn anscheinend sind damit auch die Kreativität und Eigenständigkeit etwas verloren gegangen. So klingt z.B. Know This über weite Strecken verdächtig wie eine Mischung aus A Thousand Lies und None But My Own von Machine Head, und einige Riffs von Can I die now habe ich ebenfalls schon mal gehört, auch wenn mir der genaue Ursprung momentan nicht einfallen will. Dazu haben wir dann noch eine Coverversion des Prodigy-Hits Breathe, die zwar eigentlich ganz gut umgesetzt ist, mir aber trotzdem nicht gefällt, weil mich an diesem Stück immer dessen harsche Trägheit fasziniert hat. Und die fällt halt weg, wenn es schneller gespielt wird...

Wobei man aber trotzdem generell sagen muß, daß GREED mit dieser E.P. fast schon in Hardcore-Bereiche vorstoßen, so haben sie an Brutalität und Aggressivität zugelegt. Als Tüpfelchen auf dem I ist hier noch die Produktion zu nennen, die einfach alles gnadenlos umbläst. Da kann man schon mal über ein geklautes Riff hinwegsehen; Ausstrahlung und Professionalität stimmen einfach, daher sollte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis man GREED-CDs in jedem gut sortiertem Fachgeschäft erwerben kann. Da ja erfreulicherweise auch das Sänger-Problem gelöst werden konnte (Shouter David ist, so hört man, in den Schoß der Band zurückgekehrt) sollten für GREED eigentlich alle Ampeln auf grün stehen!

Greed