| Es
ist schon bitter zu sehen, wie eine solch geile Band wie GREED
nun trotz Label immer noch nicht so richtig zu Potte kommt. Und
sie hätten es wahrlich verdient. Da ich GREED
nun schon seit Fractured Tagen kenne,
sie zu meinen Alltime Faves zählen und ich auf ihren Werdegang
immer ein Auge habe, ist es kaum verwunderlich, das ich mir auch
ihr neuestes Werk One Of Seven ins CD
Regal gestellt hab.
Vorliegendes Album ist nach dem eben erwähnten Fractured,
der EP Post/ Human nun der dritte Release
und gleichzeitig ihr Label Debüt.
Musikalisch hat sich einiges aber nichts drastisches geändert.
Man bewegt sich noch immer in der ungefähren Schnittmenge
aus Machine Head, alten Fear Factory, Pantera und Korn. NuCoreThrash
ist doch ein nettes Wort dafür ... Auf One Of
Seven legt man noch einmal einiges an Aggressivität
und Heavieness drauf, auf Kosten „melodischer“ Bestandteile,
wie man sie von früheren Veröffentlichungen her kennt.
Wenn man die Texte liest, verwundert die Aggressivität kaum,
werden dort die miesen Tage des Lebens aufgearbeitet, sei es innerhalb
und rund um die Band oder aus dem privaten Bereich. Sänger
und Texteschreiber David John Brian rechnet gnadenlos mit allem
ab und wird dabei musikalisch brachial unterstützt. One
Of Seven ist dabei ein Sammelsurium aus neuen und
alten Stücken. So finden sich auch Tracks wie Shockwave
und Fractured vom Debüt Fractured,
sowie Know This und Post Human von der EP Post/
Human wieder. Alle natürlich dem aggressiven
Potential angepasst. Die neuen Tracks sind durch die Band schweinegeil,
absolut kein Hänger. Teils brachial (With Both Legs Broken,
One Of Seven), teils groovy (In
Shadows, Incarcerated)
und teils recht fix (Using
Your Gift)
wird alles plattgewalzt.
Obwohl das Album eigentlich sehr abwechslungsreich ist, wiederholen
sich schon mal Riffs oder musikalische Themen insgesamt. Und über
die gesamte Länge des Albums, neigt man schon mal dazu, hier
und da fremdzuhören. Will meinen, man hätte vielleicht
die bereits bekannten Stücke weglassen sollen. Die Nähe
zu den Vorbildern ist ebenfalls das eine oder andere Mal mehr
sehr präsent. Davon sollte man sich so langsam lösen,
auch wenn das einfacher gesagt als getan ist, wenn man sich erst
einmal auf eine bestimmte musikalische Schiene eingelassen hat.
Nichtsdestotrotz ist One Of Seven ein
absolut geiles Album, das bei dieser musikalischen Bandbreite
massig Fans ansprechen dürfte. Und live sind sie eh über
jeden Zweifel erhaben.
Greed |