GREED – One Of Seven
Label: Swell Creek Records
Release: 14.04.2003
Von: Calani
Punkte: 8
 

Es ist schon bitter zu sehen, wie eine solch geile Band wie GREED nun trotz Label immer noch nicht so richtig zu Potte kommt. Und sie hätten es wahrlich verdient. Da ich GREED nun schon seit Fractured Tagen kenne, sie zu meinen Alltime Faves zählen und ich auf ihren Werdegang immer ein Auge habe, ist es kaum verwunderlich, das ich mir auch ihr neuestes Werk One Of Seven ins CD Regal gestellt hab.
Vorliegendes Album ist nach dem eben erwähnten Fractured, der EP Post/ Human nun der dritte Release und gleichzeitig ihr Label Debüt.
Musikalisch hat sich einiges aber nichts drastisches geändert. Man bewegt sich noch immer in der ungefähren Schnittmenge aus Machine Head, alten Fear Factory, Pantera und Korn. NuCoreThrash ist doch ein nettes Wort dafür ... Auf One Of Seven legt man noch einmal einiges an Aggressivität und Heavieness drauf, auf Kosten „melodischer“ Bestandteile, wie man sie von früheren Veröffentlichungen her kennt. Wenn man die Texte liest, verwundert die Aggressivität kaum, werden dort die miesen Tage des Lebens aufgearbeitet, sei es innerhalb und rund um die Band oder aus dem privaten Bereich. Sänger und Texteschreiber David John Brian rechnet gnadenlos mit allem ab und wird dabei musikalisch brachial unterstützt. One Of Seven ist dabei ein Sammelsurium aus neuen und alten Stücken. So finden sich auch Tracks wie Shockwave und Fractured vom Debüt Fractured, sowie Know This und Post Human von der EP Post/ Human wieder. Alle natürlich dem aggressiven Potential angepasst. Die neuen Tracks sind durch die Band schweinegeil, absolut kein Hänger. Teils brachial (With Both Legs Broken, One Of Seven), teils groovy (
In Shadows, Incarcerated) und teils recht fix (Using Your Gift) wird alles plattgewalzt.
Obwohl das Album eigentlich sehr abwechslungsreich ist, wiederholen sich schon mal Riffs oder musikalische Themen insgesamt. Und über die gesamte Länge des Albums, neigt man schon mal dazu, hier und da fremdzuhören. Will meinen, man hätte vielleicht die bereits bekannten Stücke weglassen sollen. Die Nähe zu den Vorbildern ist ebenfalls das eine oder andere Mal mehr sehr präsent. Davon sollte man sich so langsam lösen, auch wenn das einfacher gesagt als getan ist, wenn man sich erst einmal auf eine bestimmte musikalische Schiene eingelassen hat.
Nichtsdestotrotz ist One Of Seven ein absolut geiles Album, das bei dieser musikalischen Bandbreite massig Fans ansprechen dürfte. Und live sind sie eh über jeden Zweifel erhaben.

Greed