GODLESS CRUELTY – Perversion am Kreuz

 
Label: Northfire Records
Release: März 2006
Von: Gunnar
Punkte: 7.5/10
Time: 34:13
Stil: Black Metal
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Und jetzt: Nachschub für die Verfechter der ganz reinen, unbefleckten Lehre des wahrhaftigen Schwarzmetalls. Herr Nightwolf ist der alleinige Betreiber dieses seit 2004 existierenden Projektes, das offensichtlich nicht gerade den Zweck hat, goldenen Schallplatten einzuspielen – und zwar nicht nur wegen der auf 400 Stück begrenzten Auflage. Das sehr fade Intro ist zum Glück schnell vorbei, und dann geht in Form von Das Kreuz ist gefallen die Post ab, aber ordentlich! Völlige Rohheit, sägende Gitarre und ein lange nicht mehr in derart hasstriefender Form vernommenes Gekreisch machen dieses Stück zu einem heilsamen Erlebnis für die Seelen geschundener Schwarzmetall-Puristen. Danach ertönen akustische Klänge und leiten einen sich langsam dahinwälzenden Hassbatzen ein, der vom Kampf gegen die Kinderficker im Namen des Herrn berichtet. Zur Verdauung gibt’s dann schnell das im Eiltempo vorgetragene Blasphemy, den einzigen englischen Titel des Machwerks. Dornenkrone beglückt dann nach akzentuiertem Beginn (alles ist relativ…) und kurzem, bedrohlichem Atemholen ebenfalls mit infernalischer Raserei, bevor der eine Spur weniger rohe Gitarrensound des darauf folgenden Titelstücks den Verrat und Ausverkauf einläutet…na ja, so schlimm ist es dann doch nicht, sicherheitshalber ist bei dieser Nummer das Schlagzeug nämlich noch schlechter als sonst zu hören. Auch Verrecke!!! dürfte hier noch zur zusätzlichen Beruhigung beitragen – es handelt sich dabei nämlich nochmals um einen Leckerbissen für alle Feinde unnötiger musikalischer, textlicher und klanglicher Feinheiten. Mein großer Kritikpunkt an Perversion am Kreuz ist der wirklich schlechte Schlagzeugsound. Ansonsten aber mag ich diesen extrem rauen, primitiven Black Metal sehr, und zwar nicht aus Überzeugung oder Bewunderung für die (zweifellos feststellbare) Kompromisslosigkeit des Verursachers, sondern weil es mir schlicht und einfach gefällt. Ich darf doch hoffen, mir mit dieser Aussage auf allen Seiten Feinde gemacht zu haben, oder?