Aggressiv,
direkt, schnörkellos, bodenständig. Kein Platz für
Experimente, moderne Einflüsse oder klaren Gesang. In der
Schnittmenge von heftigem Death Metal und Grindcore prügelt
die bunt zusammengewürfelte Truppe rund um Tausendsassa
Wolfgang Rothbauer 11mal munter drauflos.
Die Texte sind bis auf die Ausnahme Värdighetens Avgrund
durchgehend in Deutsch gehalten und passen sich mit ihrer direkten
Haudrauf-Attitüde der Kompromisslosigkeit der Musik nahtlos
an.
Drummer Per Ekegren, von den Urgesteinen Grave bekannt, bringt
eine Portion eitrigen Groove mit ein, sodass die Songs zwischendurch
auch mal mächtig dahinschleifen wie im kurz und knapp hingerotzten
Stück Für Gott Und Gold, bei dem auch das zynisch
gesprochene Outro auffällt.
Am längsten wetzen GODHATECODE den Schleifstein
während des für diese Spielart fast schon episch zu
nennenden Titels Schöne Freude, bei dem herrlich
stumpf und heftig schwer dahingewalzt wird.
Der Prügelknabe schwingt sein Tanzbein zu tödlichen
Schunkelgrooves, ehe das hymnische Eröffnungsriff von Im
Leben Nicht deutlich an In Slumber oder ThirdMoon erinnert.
Dieser Ansatz von leichtfüßiger Melodik wird jedoch
von typisch heftigen Attacken sofort wieder plattgewalzt –
und dieser Dauerbeschuss ermüdet in seiner Intensität
gegen Ende hin doch ein wenig. Das leicht orchestral angehauchte
und zurückhaltende Schlussstück Todessog überrascht
deshalb voll und ganz und hätte als Atempause zwischendurch
auch gut getan.
Weltenschmerz ist
demnach ein intensives und wütendes Album, das mir persönlich
zu eindimensional wirkt und mehrere Überraschungen wie
den interessanten Abschluss bieten müsste, um tiefere
Spuren zu hinterlassen. Härte relativiert sich für
mein Dafürhalten nämlich bei durchgehender Aggression.
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