GODHATECODE – Weltenschmerz

 
Label: NoiseHead Records
Release: 13.04.2012
Von: Stormlord
Punkte: 6.5/10
Time: 38:01
Stil: Death Metal/Grindcore
URL: GodHateCode
 
Aggressiv, direkt, schnörkellos, bodenständig. Kein Platz für Experimente, moderne Einflüsse oder klaren Gesang. In der Schnittmenge von heftigem Death Metal und Grindcore prügelt die bunt zusammengewürfelte Truppe rund um Tausendsassa Wolfgang Rothbauer 11mal munter drauflos.
Die Texte sind bis auf die Ausnahme Värdighetens Avgrund durchgehend in Deutsch gehalten und passen sich mit ihrer direkten Haudrauf-Attitüde der Kompromisslosigkeit der Musik nahtlos an.
Drummer Per Ekegren, von den Urgesteinen Grave bekannt, bringt eine Portion eitrigen Groove mit ein, sodass die Songs zwischendurch auch mal mächtig dahinschleifen wie im kurz und knapp hingerotzten Stück Für Gott Und Gold, bei dem auch das zynisch gesprochene Outro auffällt.
Am längsten wetzen GODHATECODE den Schleifstein während des für diese Spielart fast schon episch zu nennenden Titels Schöne Freude, bei dem herrlich stumpf und heftig schwer dahingewalzt wird.
Der Prügelknabe schwingt sein Tanzbein zu tödlichen Schunkelgrooves, ehe das hymnische Eröffnungsriff von Im Leben Nicht deutlich an In Slumber oder ThirdMoon erinnert. Dieser Ansatz von leichtfüßiger Melodik wird jedoch von typisch heftigen Attacken sofort wieder plattgewalzt – und dieser Dauerbeschuss ermüdet in seiner Intensität gegen Ende hin doch ein wenig. Das leicht orchestral angehauchte und zurückhaltende Schlussstück Todessog überrascht deshalb voll und ganz und hätte als Atempause zwischendurch auch gut getan.

Weltenschmerz ist demnach ein intensives und wütendes Album, das mir persönlich zu eindimensional wirkt und mehrere Überraschungen wie den interessanten Abschluss bieten müsste, um tiefere Spuren zu hinterlassen. Härte relativiert sich für mein Dafürhalten nämlich bei durchgehender Aggression.