GODHATECODE – Aeons

 
Label: Maintain Records
Release: 04.04.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 7/10
Time: 32:20
Stil: Death Metal
URL: GodHateCode
 
Individuelle Gründe Gott zu hassen gehören von nun an der Vergangenheit an. Mittlerweile haben 4 Krawallmacher einen für allgemeingültig erklärten Code gefunden, der wohl auf jeden Gott anzuwenden ist. Zumindest kann man den Schluss fassen, wenn man sich die Herkunftsländer der (prominenten) Mitglieder von GODHATECODE anschaut. Für Österreich treten Wolfgang Rothbauer (Thirdmoon, In Slumber, Eisblut) und Armin Schweiger (Distaste) an, Spanien schickt Avulsed Basser Tana ins Rennen und gejagt werden die Jungs vom Schweden und ehemaligen Grave Knüppler Pelle Ekegren, der aktuell bei Coercion die Felle zum bersten bringt. Bei den 15 Jahren, die man sich nun mittlerweile durchs gemeinsame Touren usw. kennt, hat man sich anscheinend öfter über diverse religiöse Eigenschaften ausgekotzt, so dass man die Gedanken irgendwann angefangen hat zu bündeln, um diese auf Aeons zu bannen. Und dass das Ganze nicht gerade zimperlich ausfällt, lässt sich schon an der recht kurzen Spieldauer von ca. 32 Minuten ausmachen. Die Scheibe geht schnörkellos nach vorne weg, ohne dabei Gefahr zu laufen, Einbußen beim technischen Aspekt einfahren zu müssen; musikalisch haben es die Jungs ohne Frage drauf. Und wenn es darum geht, schleppende Riffs parallel zu Blast- und Doublebassattacken zu wirbeln, sind GODHATECODE ganz vorne mit dabei. Aeons wird gerne in die Brutal Death Metal Schublade gesteckt, da kann ich nur bedingt mitgehen. Immer wieder eingestreute Melodiebögen im Laufe der Scheibe sprechen da eine andere Sprache. Der finale Genickschuss Narcoleptic Wrath hat neben seinen Blastparts einen fetten Moshgroove. Gesanglich bewegt sich nicht alles im tiefsten Bereich – Armin Schweiger sorgt auch da mit seiner Grind-erprobten Stimme für genügend Spielraum oberhalb der Death Metal Abgründe. Ich will das Ganze mal abrunden: Aeons hat für mich drei klare Highlights: Das ist der Opener Crawl Down To Zero, der dich wie ein Brett in die Fresse trifft; da ist das deutsch intonierte und mit seiner tragenden Melodie zum Brecher avancierende Seelenkalt und zum guten Schluss die bereits genannte Kombination schnelle und langsame Elemente konträr zu zocken. Einziges Manko: Aeons kann nicht immer den guten Standard halten, wie er manchmal vorgelegt wird. So kommt es, das der ein oder andere Song im Vergleich etwas belanglos und wenig griffig daherkommt. Drehen GODHATECODE allerdings an den richtigen Knöpfen, sollte uns beim nächsten Mal ein richtiger Kracher erwarten.