Consort
Of A Dying God ist wirklich ein ganz schöner Brocken!
Das betrifft sowohl die opulente Spielzeit als auch die pathosreiche
Umsetzung des Konzeptalbums. Die gesprochenen Passagen triefen
nur so vor übertrieben heldenhaftem Timbre. Die Abstimmung
der Lautstärke in Verbindung mit den Musikstücken
zeigt sich leider als schlecht ausbalanciert, was der Musik
einiges an Druck nimmt und dem Werk einen nicht ganz ausgereiften
Anstrich gibt.
Die Musik stampft zwar gut gemacht, aber unauffällig dahin,
ohne allzu eingängig zu sein. GOAT OF MENDES geben
sich zwischendurch kriegerisch (Course Of Constantine),
dann locker beschwingt und elegisch. Letztere Stimmung wird
vor allem durch den Einsatz der Violine herauf beschwört.
Ein galoppierender Rhythmus dominiert The Dark Deceit Of
Man, die Melodien ziehen sich wie ein roter Faden durch
das Stück, das letztendlich aber zu unauffällig seine
akustischen Bahnen zieht.
Besser gelingt der Stimmungsaufbau mit dem sanften Beginn von
In Sara’s Tents, aber das nun folgende Riffing
packt mich einfach nicht im Innersten, obwohl die Mandoline
einen angenehmen Glanzpunkt setzt.
So merkt man der Band das ständige Bemühen um Vielschichtigkeit
sehr wohl an; viele Melodien sind zwar gelungen, doch nicht
herausragend, viele Stimmungen zeigen sich als angenehm, doch
leider nicht packend… so bleibt im Endeffekt ein Monsteralbum,
das für meine Begriffe zu selten in die Tiefe geht und
wirklich berühren kann. Ausnahmen stellen die Einsätze
von Mandoline und Violine dar, die zu Herzen gehen. Sonst reicht
es nur für Attribute wie nett, angenehm oder bemüht
– ein teils rumpelnder Charme dürfte die Zielgruppe
(Stichwort Cruachan) aber dennoch ansprechen!