Mein
erster Gedanke beim ersten Track Inntog von GJENFERDSEL’s
Debütalbum - schlicht I betitelt
- war: scheiße, die haben einen fantastischen Gitarrensound
und eine brillante Produktion. Jeder einzelne Song auf diesem
Album ist es wert, sich den Schädel wegzubangen und Fäuste
wie Hörner gen Himmel zu recken. Track 3 Deathbound
ist bereits einer meiner Lieblingssongs. Schnelle groovendes
Riffing wird ein wenig runtergeschraubt, taucht für einen
Moment in eine klare Phase, nur um dann genauso wieder rasend
auszuholen. Ein noch besseres Beispiel für Abwechslung
ist der vierte Track Stolthet, welcher mit Wahnsinns
Black Metal Attacken aufwartet, in denen man dennoch diverse
Death Metal Vibes auf Grund der tiefen Growls ausmachen kann,
während die Blast Attacken noch schneller werden und die
Gitarren noch sägender. Ich mochte das Album bereits mit
dem ersten Hördurchgang. Warum? Ganz einfach: man kann
alles heraushören, insbesondere den Bass. Jeder Song ist
nicht nur eingängig, sondern dabei auch noch abwechslungsreich
und somit weit entfernt von norwegischem Standard Black Metal.
Einziges Manko wären für mich die Geschwindigkeit
und die Spielzeit. Die Songs klingen meistens nach einfachen
4/4 Takt, das ist ok, macht aber die Songs langsamer, als ich
sie vorziehen würde ;) Mal abgesehen von diesem kleinen
Manko ist I ein grandioses Debütalbum
geworden und GJENFERDSEL eine norwegische Band,
auf der man definitiv ein Auge behalten sollte.