Schade!
Verdammt schade dass sich auf diesem akustischen Gustostückerl
nur 3 Lieder befinden! Diese haben es aber in sich…
Die Professionalität und Ideenvielfalt des Solokünstlers
fallen zuallererst auf, dabei ist DAVID J. GIBBS erst
18 Jahre alt. Er packt in seine Musik Black-, Death- und Folkelemente,
variiert das Tempo sehr souverän und versteht es, packende
Arrangements mit ungezügelter Power zu mischen. Hinzu kommt
eine intensive Stimme, die durch die Verzerrung dem Black Metal-Genre
alle Ehre macht.
Das erste Stück namens Pray glänzt durch seine
finstere Atmosphäre, rollt bedrohlich mit Headbanger-Rhythmen
gespickt durch meine Gehörgänge und löst angenehme
Reaktionen aus. Ein hochmelodisches Gitarrensolo von Gastmusiker
Pete Hawthorne (Warpath) fügt sich als Kontrast hervorragend
in den spannenden Aufbau ein.
Die folgende Komposition Upon The Ice zeigt wiederum
eine gänzlich andere und erfreuliche Komponente im Schaffen
des Künstlers auf: folkloristische Akkordeon- und Maultrommelklänge
bereichern die Szenerie eines Liedes, das die Atmosphäre
von Dimmu Borgir in ihren Anfangstagen genauso zu transportieren
vermag wie jene Moonsorrows.
DAVID J. GIBBS lässt sein Werk mit dem einfühlsamen
und rein instrumental dargebotenen The Beginning sanft
ausklingen. Akustische Gitarren lassen die Sonne aufgehen –
und ich hoffe dass DAVID J. GIBBS seiner Kreativität
freien Lauf lässt und bald mit einer voll gepackten CD
aufwarten kann. Gratulation, David!