Ganz
sicher bin ich mir nicht, was ich von DYSANCHELY
halten soll. Einerseits liefern die 4 Tschechen ein solides melodic
Death Album ab, andererseits haben mich aber gerade vor kurzem
Mors Principium Est mit ihrem Debüt völlig vom Hocker
geblasen, wovon Secrets Of The Sun doch
noch einige Schritte entfernt ist. Egal, trotzdem wissen auch
DYSANCHELY zu gefallen, was an ihrer Mischung
aus melodischem Black/Death mit Heavy Metal-Einflüssen liegt.
Gleich der Opener Lullaby wartet mit guten Melodien auf
und zeigt, dass auch aus Ländern, die man eher weniger mit
Metal verbindet, durchaus hoffnungsvolle Combos hervorgehen. Zwar
ist der Sound etwas gewöhnungsbedürftig, als schlecht
würde ich ihn aber keinesfalls bezeichnen. Auch das nachfolgende
About Man And Evil bietet coole Melodien und hat was.
Je länger man sich durch das Material hört, desto mehr
fällt ein Drift Richtung Swedish-like Black/Death auf, der
mich bei Songs wie Lost In Beauty stark an die verblichenen
Gates Of Ishtar erinnern, was aber zu DYSANCHELY
ganz gut passt. Leider schaffen es die Tschechen aber auf keinem
ihrer Songs, prägnante Refrains herauszuarbeiten, geschweige
denn, einen gewissen Wiedererkennungs- faktor einzubauen und so
kann das Quartett zwar technisch mit internationaler Konkurrenz
mithalten, in songschreiberischer Hinsicht gibt’s jedoch
noch einiges zu verbessern. Als besonders störend empfinde
ich aber, die meiner Meinung nach, zu laute und mit viel zu viel
Delay belegte Stimme des Sängers, welche den größten
Schwachpunkt auf Secrets Of The Sun
darstellt. Davon abgesehen hätte man sich die unnötigen
Gastbeiträge sparen können, die den Track Song Of
Sorrow eher verunstalten, als bereichern.
Keine Frage, DYSANCHELY haben Potential, dieses
muss jedoch erst noch richtig umgesetzt werden!
Metal
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