Epicloud,
das ist eine Super Sonic Space Opera, ein unfassbares und fulminantes
Spektakel, das einen schlichtweg überwältigt. Man
wird weggepustet, hineingesogen in das Universum vom DEVIN
TOWNSEND PROJECT. Epicloud ist quasi die fröhliche
Fortsetzung von Ziltoid The Omniscient. Fröhlich,
weil es nicht ohne Anneke van Giersbergen geht, die musikalisch
zu Devin wie der Deckel zum Topf passt und die beide auf Epicloud
einen Spassfaktor entfachen, den man allen Beteiligten zu jeder
Sekunde anhört.
Gut, jene, die nach der Quadrologie… ähm… sagen
wir mal was Ernsthafteres, Bodenständigeres in Sachen Metal
erwartet haben, werden enttäuscht sein. Und die lassen
auch besser die Finger von Epicloud. Fans von
Ziltoid hingegen werden dieses Album lieben!
Epicloud ist rasant und wild, man höre sich
nur mal Lucky Animals, das wüste More! und
das krachige Liberation an; oder offeriert die (im Guten
gemeinte) kitschigste Ballade mit Where We Belong, wird
sanft mit Divine und endet mit dem grandios epischen
Angel. Dabei verzichtet Devin keineswegs auf Härte
und mächtige, an Fear Factory erinnernde Gitarrenriffs,
wie Kingdom und das bombastische Grace beweisen.
Natürlich hat man das Gefühl, dass an allen Ecken
und Enden der Bogen enorm überspannt wird. Aber das muss
so! Das liegt and der Portion Wahnsinn, die Devin Townsend innewohnt,
und in die er so manches unverhoffte musikalische Detail versteckt.
Es ist eine Art von Übertreibung, die einen zum Lachen
und zum Schluchzen bringt, gleichzeitig, die charmant passt
und einen nicht entnervt die Wände hochgehen lässt.
Ja, ich liebe Ziltoid The Omniscient und ich liebe
Epicloud, ein famoses Meisterwerk!