DEVIN TOWNSEND PROJECT – Epicloud

 
Label: InsideOut Music
Release: 24.09.2012
Von: Dajana
Punkte: 9/10
Time: 49:00
Stil: Rock
URL: Devin Townsend Project
 
Epicloud, das ist eine Super Sonic Space Opera, ein unfassbares und fulminantes Spektakel, das einen schlichtweg überwältigt. Man wird weggepustet, hineingesogen in das Universum vom DEVIN TOWNSEND PROJECT. Epicloud ist quasi die fröhliche Fortsetzung von Ziltoid The Omniscient. Fröhlich, weil es nicht ohne Anneke van Giersbergen geht, die musikalisch zu Devin wie der Deckel zum Topf passt und die beide auf Epicloud einen Spassfaktor entfachen, den man allen Beteiligten zu jeder Sekunde anhört.
Gut, jene, die nach der Quadrologie… ähm… sagen wir mal was Ernsthafteres, Bodenständigeres in Sachen Metal erwartet haben, werden enttäuscht sein. Und die lassen auch besser die Finger von Epicloud. Fans von Ziltoid hingegen werden dieses Album lieben!
Epicloud ist rasant und wild, man höre sich nur mal Lucky Animals, das wüste More! und das krachige Liberation an; oder offeriert die (im Guten gemeinte) kitschigste Ballade mit Where We Belong, wird sanft mit Divine und endet mit dem grandios epischen Angel. Dabei verzichtet Devin keineswegs auf Härte und mächtige, an Fear Factory erinnernde Gitarrenriffs, wie Kingdom und das bombastische Grace beweisen.
Natürlich hat man das Gefühl, dass an allen Ecken und Enden der Bogen enorm überspannt wird. Aber das muss so! Das liegt and der Portion Wahnsinn, die Devin Townsend innewohnt, und in die er so manches unverhoffte musikalische Detail versteckt. Es ist eine Art von Übertreibung, die einen zum Lachen und zum Schluchzen bringt, gleichzeitig, die charmant passt und einen nicht entnervt die Wände hochgehen lässt.
Ja, ich liebe Ziltoid The Omniscient und ich liebe Epicloud, ein famoses Meisterwerk!