Namedropping
ist immer gut, um den geneigten Hörer zu interessieren.
Namedropping ist für den Arsch um den (ab-)geneigten Hörer
erstmal abzuschrecken.
So auch hier, wo mich das Info der deutschen Band DRYROT
erstmal mit Machine Head, Sevendust oder Prong mäßig
für diese Platte begeistern konnte ... Prongs gute Zeiten
sind nun mal nach Cleansing vorbei gewesen, Sevendust waren
noch nie gut, und auch Machine Head sind für mich erst
ab ihrer Abkehr vom Korn-ismus akzeptabel.
Naja egal,
mit genannten Bands haben DRYROT dann doch
Buddhaseidank nicht soviel zu tun. Vor allem an Sepultura zu
Arise Zeiten erinnern mich die leider zu wenigen schnellen Stücke
und an die neueren Sepultura die langsameren "moderneren"
Sachen. Wobei dann auch klar ist, das die langsameren, groovigeren
Sachen eher austauschbar sind, weil New Metal, New Rock oder
teilweise auch aktuellere metallische Hardcore Sachen in diesem
Bereich einfach wie Sand am Meer zu finden sind.
Aufhören tut man dann, wenn DRYROT den
Knüppel auspacken und richtig auf die Tube drücken
... dann vermisst man die guten alten Bay Area Thrash Zeiten
doch sehr.
Ein Highlight gibt es dann doch noch am Schluss, wo man mit
More Than I Should ein eher alternativ angehauchtes
Stück mit reichlich Pathos (nicht negativ gemeint) zum
Besten gibt.
Ansonsten regiert leider zuviel Mittelmaß und Austauschbarkeit.
Postmoderne im Metal muss nicht gut sein. Hier täte „back
to the roots“ ein wenig gut, siehe Machine Head.