DRYROT – God(s)eyze

 
Label: Dioxzion Records
Release: 07.11.2005
Von: BRT
Punkte: 7/10
Time: 46:15
Stil: Thrash Metal
URL: Dryrot
 

Namedropping ist immer gut, um den geneigten Hörer zu interessieren. Namedropping ist für den Arsch um den (ab-)geneigten Hörer erstmal abzuschrecken.
So auch hier, wo mich das Info der deutschen Band DRYROT erstmal mit Machine Head, Sevendust oder Prong mäßig für diese Platte begeistern konnte ... Prongs gute Zeiten sind nun mal nach Cleansing vorbei gewesen, Sevendust waren noch nie gut, und auch Machine Head sind für mich erst ab ihrer Abkehr vom Korn-ismus akzeptabel.

Naja egal, mit genannten Bands haben DRYROT dann doch Buddhaseidank nicht soviel zu tun. Vor allem an Sepultura zu Arise Zeiten erinnern mich die leider zu wenigen schnellen Stücke und an die neueren Sepultura die langsameren "moderneren" Sachen. Wobei dann auch klar ist, das die langsameren, groovigeren Sachen eher austauschbar sind, weil New Metal, New Rock oder teilweise auch aktuellere metallische Hardcore Sachen in diesem Bereich einfach wie Sand am Meer zu finden sind.
Aufhören tut man dann, wenn DRYROT den Knüppel auspacken und richtig auf die Tube drücken ... dann vermisst man die guten alten Bay Area Thrash Zeiten doch sehr.
Ein Highlight gibt es dann doch noch am Schluss, wo man mit More Than I Should ein eher alternativ angehauchtes Stück mit reichlich Pathos (nicht negativ gemeint) zum Besten gibt.
Ansonsten regiert leider zuviel Mittelmaß und Austauschbarkeit. Postmoderne im Metal muss nicht gut sein. Hier täte „back to the roots“ ein wenig gut, siehe Machine Head.