Wer
hat den nun den Dicksten, die Tardy Brothers oder DRONE?
Beide Combos lassen die Muskeln mit ner PS-strotzenden Zugmaschine
auf dem Cover spielen. Natürlich lässt sich der moderne
Thrash Metal nur bedingt mit dem Stoff der Florida Death Metal
Heads vergleichen, in der Gesamtsumme allerdings darf der Juggernaut
dann doch nur an den Abgasen von den Tardy’s schnüffeln.
Im Grunde machen die Wacken Metal Battle Gewinner vom August
2006 auf ihrem 3. Release alles richtig. Die Handgriffe bei
den Thrash Parts passen, die Harmonien und Melodien sind an
die richtigen Stellen gesetzt, Breakdowns lösen durchschlagskräftige
bis melodiöse Vocals ab. Nur tritt der moderne, an Machine
Head angelehnte, Thrash Metal über die Spieldauer hinweg
zu uniform auf. Einzig der mit Rap-Vocals versehene und Drum’n’Bass
lastige Track No Pattern schnibbelt sich aus den sonst
austauschbar klingenden Songs heraus. Das schmälert natürlich
die handwerklich überdurchschnittliche Leistung auf Juggernaut
bedauerlicherweise. Aber um die wirklich guten Platzierungen
zu gelangen sind für DRONE Earcatcher und ein überzeugendes
Gesamtbild unverzichtbar. So sammelt der Stoßfänger
des PS-Boliden „nur“ Achtungskratzer anstatt die
Schallmauer niederzuwalzen.