Mit Satan’s
Nightmare präsentiert uns Dave Slave, der
Bassist der leider verblichenen australischen Krachcombo Sadistik
Exekution, das zweite Album seines Soloprojektes DOOMED
AND DISGUSTING. Der Name umschreibt die Musik schon
ganz gut, denn die neun Stücke des Albums (plus Intro und
Outro) bewegen sich allesamt in schleppenden Tempogefilden und
hinterlassen durch die zahlreich eingesetzten kranken Effekte
einen leicht verstörenden Eindruck. Vor allem was die recht
simplen und effektiven Riffs angeht, ist ein leichter Typo-O-Negative-Einfluss
nicht von der Hand zu weisen, nur geht Dave Slave völlig
unromantisch und um Längen morbider zu Werke. Satan’s
Nightmare versteht sich nicht als ein typisches
Metal Album, sondern eher als ein völlig drogenverseuchter,
atmosphärischer Horrorsoundtrack. Die einfach gestrickten
Songs leben von unheimlichen Synthie-Spielereien und entfremdeten
Sprech- und Krächzstimmen, jedoch unterscheiden sich die
einzelnen Stücke nur wenig voneinander. Das Rezept bleibt
immer das gleiche: simple Riffs und einfache Beats treffen auch
Horrorklänge und gespenstische Vocals. Aus diesem Grund
halte ich es auch für sinnfrei, auf einzelne Lieder einzugehen.
Interessant ist die Scheibe allemal, doch kaufen würde
ich sie mir wohl kaum, denn dieser Veröffentlichung stehen
am Markt einfach zu viele qualitativ höherwertige Outputs
gegenüber. Zudem schien es Dave beim Einspielen der Songs
mit der Genauigkeit nicht allzu ernst zu nehmen. Immer wieder
mal fallen kleine Fehlerchen am Schlagzeug und den Gitarren
auf. Soundtrack-Fans und Dave Slave-Groupies sollten aber mal
ein Ohr riskieren.