DOOMAS – Seven Sins

 
Label: Gothoom Productions
Release: 01.10.2008
Von: Stormlord
Punkte: 7/10
Time: 39:59
Stil: Doom/Black Metal
URL: Doomas
 

Abgrundtief tönt der Sänger, ruhig fließen die Gitarrenmelodien im Hintergrund, dezent aufbrausende Klangwände sorgen für Dynamik – die Zutaten lassen auf ein wohlschmeckendes Audio-Menü schließen.
So wissen gut durchdachte Songs der Marke Darkside Of The Moon durchaus zu gefallen: ein prägnantes, vielleicht etwas zu oft wiederholtes Gitarrenmotiv zieht sich durch das Stück, ein Akustikintermezzo lockert das Arrangement auf und eine Frauenstimme setzt einen Kontrapunkt zu fauchenden Growls. Die holde Maid zeigt sich hierbei als kleiner Schwachpunkt, weil der Track ein wenig Kraft einbüßt. DOOMAS übertreiben es aber geschickterweise nicht mit diesem Stilmittel, eher stehen da trocken rockende Riffs im Vordergrund, als Beweis dient hier das Dampfhammertitelstück Seven Sins. Hymnenhafte Leads fügen der Gefühlpalette neben der depressiven Grundstimmung eine weitere Facette hinzu.   
Abigail lebt vom Wechselspiel der beiden Stimmen und es kommen Erinnerungen an Theatre Of Tragedy oder The Sins Of Thy Beloved hoch, doch insgesamt wirkt das Stück etwas träge, ohne das gewisse Etwas, obwohl Rhythmuswechsel gegen Ende hin wieder Akzente setzen können. Im Verlauf der Mini-Oper spielt die weibliche Stimme eine bedeutende Rolle, alles fließt angenehm dahin, doch ein richtiger Höhepunkt wie ein herausstechender Refrain ist nicht auszumachen, wohl aber sind die gezogenen Melodien sehr fein gelungen. 
Insgesamt unterhalten die Seven Sins zu wenig aufsehenerregend und entfachen zu selten Gänsehaut oder emotionale Ausbrüche, DOOMAS wirken zeitweise wie ein schlafender Riese, der sich seiner immensen Kraft noch nicht bewusst scheint. Tempoverschärfungen wie im Verlauf von Enemy Of Coven weisen schon den Weg zu einer intensiveren Wirkungsweise und in ähnlicher Manier entwickelt sich der Abschluss Endless Pain zu einem gelungenen Finale.  
Leider wird das Booklet mit seiner unglücklichen Farbgebung der guten Musik nicht gerecht, in diesem Bereich ist eine deutliche Steigerung zu erwarten, auch die sehr wohl vorhandenen guten Ansätze beim Komponieren zeugen von Potential. Mal sehen, in welche Richtung sich DOOMAS entwickeln.