DAYS OF FATE - Home-Made Cake Of The Day
Label: EFA
Release: 07.04.2003
Von: Demone
Punkte: 7,5
 

Synthie-Pop-Bands gibt’s wie Sand am Meer, und die meisten klingen irgendwie nach Depeche Mode. DAYS OF FATE gehen auf ihrem zweiten Album Home-Made Cake Of The Day einen anderen Weg. Wenn überhaupt, erinnert die Musik eher an Mesh, als an Depeche Mode. Die vierköpfige Band macht melodiöse Elektromusik, die aber von genrefremden Elementen aufgelockert wird – etwa von Anleihen an Brit-Pop-Sounds. Das beste Beispiel dafür ist Open Sky: Ein Ohrwurm, der sich wie die perfekte Kreuzung aus Synthie- und Britpop anhört. Einen Hauch Melancholie haben alle Songs. Aber während Open Sky fast fröhlich daherkommt, ist der Titelsong Home-Made Cake Of The Day experimenteller und entfaltet einen unwiderstehlicher dunklen Sog mit sphärischen 80er Jahre Klängen. Covent Garden dagegen ist hymnisch und lädt zum Mit-Trällern ein. Die CD strotzt nur so vor Ideen: So überrascht Maybe mit einem swingenden Klavier-Intro
DAYS OF FATE sind poppig, ohne oberflächlich zu klingen. Vor allem die (ausgebildete) interessante Stimme von Sänger Torsten hebt sie von der Masse ab. Bei den ausgereiften Songs, die nie einfach dahin plätschern, sondern immer die eine oder andere überraschende Kehrtwendung nehmen, ist es kein Wunder, dass DAYS OF FATE schon seit zehn Jahren existieren. Sie haben freilich eine wechselhafte Geschichte hinter sich, inklusive Krach mit der Plattenfirma und nur einer CD-Veröffentlichung. Das neue Album klingt dennoch frisch und unbeschwert. Wenn die Welt gutgemachte Popmusik statt belanglose Chartsmusik hören wollte, dann müsste sie DAYS OF FATE lieben.

Days Of Fate