Was für
ein unglaubliches Death-Metal-Brett!!! …waren meine Gedanken,
als ich die ersten drei Tracks von DISARMONIA MUNDI's
Zweitling gehört hatte. Brutale und trotzdem melodische
Riffs von einem Italienischen Trio, das schwedischer klingt
als manche schwedische Band. Großartige Leads, coole Background-Synthies
– eigentlich alles, wie ich es gerne höre. Selbige
Gedanken dürfte auch Speed Strid (Soilwork) gehabt haben,
denn er hat die Vocals zu Fragments Of D-Generation
beigesteuert, nachdem ihm das Debüt der Band schon gut
gefallen hatte. Und so klingen DISARMONIA MUNDI
auch irgendwie wie ein Überblick über die ganze Soilwork-Discography,
wenngleich sie ihren eigenen Weg gehen. Einerseits finden sich
aggressives Riffing und ziemlich harte Parts, andererseits gibt’s
aber auch eingängige cleane Refrains und „numetallische“
Teile zu finden. Aber warum hab ich dann von der ersten drei
Tracks gesprochen? Nun, das einzig schlechte an dieser CD ist
leider, dass die Band nicht all ihr Songwriting-Potential genutzt
zu haben scheint. Denn während das wütende Common
State Of Inner Violence, das over-the-top Morgue Of
Centuries (Killer-Song!) und das ruhige Red Clouds
mit Sicherheit elitär sind, schaffen es die Italiener nicht,
dasselbe Level auch auf dem Rest der CD zu halten. Sicher, Überraschungsmomente
gibt’s immer noch (Oceangrave mit coolen Synths,
Come Forth My Dreadful One mit einem tollen Refrain),
aber von einer Band, die so wahnsinnig gut wegstartet hätte
ich mir dann eigentlich ein wenig mehr erwartet. Vielleicht
klingt das jetzt ein wenig unfair, aber insgesamt muss ich sagen,
dass Fragments Of D-Generation dann
irgendwie doch „nur“ überdurchschnittlich gut
ist, am Thron von führenden Acts wie Soilwork oder Dark
Tranquillity aber nicht sägen kann. Nichtsdestotrotz handelt
es sich um eine CD, die Ihr unbedingt anchecken solltet. Übrigens
– das Cover Artwork ist hypnotisierend!