DE/VISION
gehören seit 15 Jahren zu den mit Abstand besten
Synthiebands in Deutschland. Knapp eineinhalb Jahre nach Devolution
liegt nun mit Six Feet Underground
das neue Album des Duos vor. Darauf sind nun endgültig
die Gitarrenausflüge der letzten CD’s verschwunden,
hier gibt es wieder lupenreine elektronische Musik auf höchstem
Niveau. Six Feet Underground hat alles,
was ein gutes Album braucht: ruhige und schnellere Tracks, schöne
Melodien, eine große Portion Abwechslung und ein paar
Überraschungen. Los geht es mit dem ruhigeren I’m
Not Enough, das vor allem von der warmen Stimme von Sänger
Steffen lebt. Mit I’m Not Dreaming Of You folgt
dann gleich einer der Hits – das Lied ist ein echter Ohrwurm,
hat einen wunderschönen Refrain mit herausragender Klavierbegleitung.
Das peppige und schnelle Take Me Over würde ich
gut auf den Tanzflächen machen, und das sehr spacige und
rhythmische Right On Time könnte fast von Covenant
stammen. Überhaupt haben DE/VISION ein
paar neue Einflüsse eingearbeitet – so kann man in
Right On Time ein paar Breakbeat-Elemente hören.
Der für mich beste Song ist aber das sehr düstere,
sehr einfühlsame und sehr schöne Six Feet Underground
– wunderbar, wie Steffen hier singt! Fazit: Bis in kleinste
Sounddetails sehr ausgereiftes, melancholisches und warmes Album.
Damit katapultieren sich DE/VISION nicht sechs
Schritte nach unten, sondern eindeutig nach oben!