Der
Gott aus der Maschine. Spontan würde man auf ein Industrial-Projekt
tippen. Aber meilenweit vorbeigetippt. Es handelt sich bei den
5 Hannoveranern eigentlich um eine Band, die in den Fahrwassern
von Dark Tranquillity und ähnlichen Konsorten der Göteborger
Melodeath Szene schwimmen. Mit A Plague Called Fear wird
diese EP erstmal standesgemäß eröffnet. Nette
Riffs, etwas Gefrickel, die keifende Stimme von Sänger
Kai und das interessante Songwriting machen definitiv Lust auf
mehr. Mit dem Titeltrack wird dann auch die Ähnlichkeit
zu oben genannten Schweden deutlicher. Dieser ruhigere Track
erinnert doch stark an Werke von DT. Danach geht’s mit
Better Off Dead wieder etwas heftiger zur Sache. Besonders
die Gitarren brillieren hier. Leider allerdings nur vom Spielerischen
her. Der Sound hätte noch ne Kelle mehr Bums vertragen
können. Aber da es eine Demo ist und dafür definitiv
gut klingt, soll das hier mal nicht ins Gewicht fallen. Das
folgende, von einer Akustikgitarre eingeläutete Down
kommt deutlich vertrackter aus den Boxen, weiß aber mit
cleanen Vocals durchaus zu gefallen. Wollen wir nur hoffen,
dass die Jungs nicht ihre Menschlichkeit verlieren. Mit Way
Of Life wird das sicher nicht passieren. Als Schlusswort
gibt’s noch mal einen netten Song, der Live durchaus seinen
Weg machen wird (welch Wortspiel). Das Riff lädt jedenfalls
zum mitmoshen ein. Damit endet nach 21 Minuten auch schon dieses
durchaus kurzweilige Lustspiel. Wer Böcke hat, sich das
Ganze mal anzuhören. Auf der Homepage bzw. bei Myspace
gibt’s die Adresse unter der man die CD erwerben kann.
Anspieltipps braucht es bei der Länge eigentlich nicht,
aber wenn, dann empfehle ich Black Sun.