Musicaz
Records haben vor kurzem noch mit Epicedium einiges vorgelegt,
mal sehen ob mich das Label auch mit DEAD EYED SLEEPER
begeistern kann, zumindest wird hier vorab mal fett geprotzt:
„unter Death Metal Kennern und Musik-Journalisten zählen
die Süddeutschen schon seit dem Release des Werkes Sickening
Foresight zu den Perlen der Szene.“ Für
alle Nicht-Kenner und Non-Journalisten: DEAD EYED SLEEPER
waren vorher unter dem Namen LEGACY auf der
Bildfläche und brachten 3 Alben raus. Das genannte Sickening
Foresight war der letzte Output im Jahr 2003 bevor
man sich umbenannte.
Auf In Memory Of Mankind wird nicht
mehr Old-School-Death Metal geprügelt sondern hier bietet
der 5er komplexen Death Metal. Für meinen Geschmack gibt’s
hier eine Spur zu viel Komplexität unter der die Eingängigkeit
klar in den Hintergrund rückt, nicht zuletzt durch die
Länge der Songs die bis zu über 7 Minuten „ausarten“.
Zurückgeholt werde ich in regelmäßigen Abständen
wenn die Geige zum Einsatz kommt, interessanterweise verpackt
in Instrumental-Stücken als Song Nr. 3 – Till
Death Cry Thoughts To Sleep und mit dem 8. Song –
A Reverie In Dismay, entweder um dem „musikalisch
anspruchsvolleren“ Hörer eine Verschnaufpause zu
gönnen oder aber um das Vorbeirauschen zu unterbrechen.
Für mich kommt eher letzteres in Frage und deswegen ernenne
ich völlig uneigennützig From Cave To Grave
zu meiner Lieblings-Abrissbirne von In Memory Of
Mankind. Und das weil das der musikalisch einzige
Song auf der Scheibe ist, der mit seinem Grind-Crust-Einschlag
musikalisch aus der Rolle fällt – die Instrumentals
mal außen vor gelassen. Versteht mich jedoch nicht falsch,
musikalisch ist das was DEAD EYED SLEEPER uns
hier um die Ohren hauen größere Schule. Fans des
Genres dürfen hier gerne reinhören und sich überzeugen
lassen, auch vom Mix von Christoph Brandes, der die Regler schon
für Necrophagist schob. Obendrauf gibt’s noch ein
nett aufgemachtes Booklet. Wäre ich doch mal auf dem Fuck
The Commerce auf „Perlen-Suche“ gegangen…