DEMOLITION – Relict IV

 
Label: Twilight Zone
Release: 25.01.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 8/10
Time: 36:26
Stil: Thrash Metal
URL: Demolition
 
Vier Jahre hat es gedauert bis die österreichische Thrash-Fraktion von DEMOLITION uns ihre nächste Abrissbirne zentriert. Das vierte Album nach dem 2004 erschienenen Lebenszeichen Existence heißt dann treffenderweise auch noch Relict IV. Haben die Jungs einen Vierer-Fetisch? Das klären wir im folgenden Interview, zumindest sei jedoch schon mal gesagt, dass das aktuelle Line-Up dagegen spricht. Mit Janos Murri haben sich die Recken als fünften Mann einen zweiten Gitarrero ins Boot geholt und der tut dem Stoff von DEMOLITION richtig gut. Was an dieser Stelle nicht heißen soll, dass Existence minder gut war (unser Schreiberling Psycho hat immer die 8,5er Karte gezogen). Allerdings gibt’s so natürlich eine Menge mehr Variationsmöglichkeiten im Riffing und bei den Solos. Was sich auch auf die Komplexität dieser Langrille auswirkt. Hier wird nicht nur wie beim Opener Reborn/Re-Failed straight nach vorne gethrasht, The Fortress als treibende Nummer bietet leichte Hypocrisy Züge, Deconstructed World nach einem Intro in bester Machine Head Manier kokettiert man ausgelöst durch die Gitarrenläufe mit Bolt Thrower und natürlich gibt’s noch fette Thrasher wie Over Nails. Blood ist wiederum nach seinem Slayer-Opening ein schwerer Song der allerdings durch seine Struktur und die damit geschaffene Atmosphäre glänzt. Für die ist auch Sänger Wolf zuständig, der Kamerad bedient auf Relict IV so ziemlich jeden Geschmack, egal ob Death Metal oder Thrash Metal, Wolf scheint überall zu Hause zu sein, auch vor gedoppelten Vocals wird kein Halt gemacht. Bei der Vielzahl der Dinge die DEMOLITION hier verbraten sind mehrere Durchläufe absolut empfehlenswert um die Komplexität komplett greifen zu können.
Nicht einverstanden bin ich hingegen mit der Produktion. So vielfältig der Gesang auch ist, mir steht er zu weit im Vordergrund und für meinen Geschmack die Gitarreros zu weit in den Hintergrund. Das Potential hätte besser und fetter genutzt werden können. Für die Doublebass gilt das gleiche. Leidenschaftslos und harmlos kommt sie daher anstatt die Klamotten am Leib flattern zu lassen. Nichtsdestotrotz, an Relict IV werden sich viele Thrash Metal Maniacs erfreuen!