DECEIVER,
erst vor etwas mehr als 2 Jahren von den Ex-The Mortician Dead
– Buben Pete Flesh (u.a. auch ex- Maze Of Torment), Crille
Lundin und Flingan, ins Leben gerufen, gehören offenbar
zu den ganz Fleißigen, legen sie doch mit Holov
Posen Tro May Trot bereits ihre dritte Veröffentlichung
vor. Der bisherige Sänger Destormo (Maze Of Torment, Serpent
Obscene) ist den Schweden allerdings mittlerweile abhanden gekommen,
und nachdem sich nicht in der gewünschten Frist Ersatz
auftreiben ließ, hat Projektleiter Pete Flesh jetzt selbst
den Gesang übernommen. Das neue Material kommt um ein Eck
aggressiver als es früher der Fall war, nach wie vor handelt
es sich aber um Motörhead/Sodom - lastigen Thrash mit deathigem
Einschlag, der vor allem dem räudigen Gebell von Herrn
Fleisch zu verdanken ist. Ancient God und Inhaling
Toxication treten kompromisslos in die berühmten 5
Buchstaben, und auch danach wird ohne große Überraschungen
drauflos gerockt, allerdings leider auch ohne kleine Überraschungen.
Womit wir beim großen Kritikpunkt wären: die Scheibe
ist, so sehr ich den Stil auch mag, doch recht eintönig.
Vieles ist vorhersehbar, Riffs und Leads und Getrommel zeugen
nicht wirklich von übermäßigem Einfallsreichtum,
Breaks, soweit überhaupt vorhanden, kann man bereits beim
ersten Mal Hören frühzeitig voraussagen. In punkto
Produktion und rübergebrachter Energie gibt es allerdings
nichts auszusetzen. Purer Aggressionsabbau ist angesagt. Trotzdem
könnte man sich meiner Ansicht nach nächstes Mal ruhig
etwas mehr Zeit lassen und dafür ein Resultat abliefern,
das etwas mehr Spannung und Abwechslung bietet. Dann reicht’s
auch sicher für mehr als knappe 7 Punkte.