Nach
dem genialen Neurasthenia Demo geht jetzt also der nächste
Samen im italienischen Thrash – Untergrund auf. DEATH
MECHANISM gehen allerdings um ein ziemliches Eck brutaler
zur Sache und bewegen sich stilistisch irgendwo zwischen ihren
Landsleuten von Necrodeath und den frühen Werken von Sadus,
wobei stellenweise auch leichte Anklänge an (ebenfalls
frühe) Slayer zu vernehmen sind. Songschreiberisch wird
deren Niveau zwar nicht wirklich erreicht, geschwindigkeitsmäßig
aber sehr wohl. Bei dem Trio, das in den gerade einmal 3 Jahren
seit seiner Gründung immerhin schon mit Größen
wie Assassin, Aura Noir, Agent Steel oder eben Sadus die Bühne
geteilt hat, ist ruhepausentechnisch absolut Fehlanzeige. Von
der ersten bis zur letzten Sekunde wird aus allen Rohren gethrasht,
selbst Midtempo-Passagen findet man nur mit der (akustischen)
Lupe. Dadurch ergibt sich mit der Zeit zwar eine leichte geschwindigkeitstechnische
Eintönigkeit, was aber Hochdruck-Thrash-Fanatiker wie mich
nur geringfügig stören kann – jedenfalls weniger
als die Tatsache, dass man rifftechnisch doch eher unoriginell
unterwegs ist. Auch die gelegentlichen Solo-Einsprengseln von
Bandkopf Pozza (v,g) fallen hauptsächlich durch ihre Kürze
auf. Zu Pozza ist außerdem noch zu sagen, dass sein krasses
Gekeif den weiter oben gezogenen Vergleich mit Necrodeath und
(sehr) frühen Sadus noch zusätzlich rechtfertigt.
Zum Abschluss der 10 Stücke (abzüglich Intro) wartet
mit Slaughter In The Jet-Set noch eine punkige Fast-Hymne,
die man ruhig weiter nach vorne hätte stellen können.
Ansonsten fällt mir jetzt auch nichts mehr ein, was man
zur mehr als treffenden Selbstbezeichnung „pure fucking
Thrash Metal“ noch ergänzend erklären müsste.