DEATH MECHANISM – Promo 2006

 
Label: Eigenproduktion
Release: 2006
Von: Gunnar
Punkte: -/-
Time: 34:20
Stil: Thrash Metal
URL: Death Mechanism
 
Nach dem genialen Neurasthenia Demo geht jetzt also der nächste Samen im italienischen Thrash – Untergrund auf. DEATH MECHANISM gehen allerdings um ein ziemliches Eck brutaler zur Sache und bewegen sich stilistisch irgendwo zwischen ihren Landsleuten von Necrodeath und den frühen Werken von Sadus, wobei stellenweise auch leichte Anklänge an (ebenfalls frühe) Slayer zu vernehmen sind. Songschreiberisch wird deren Niveau zwar nicht wirklich erreicht, geschwindigkeitsmäßig aber sehr wohl. Bei dem Trio, das in den gerade einmal 3 Jahren seit seiner Gründung immerhin schon mit Größen wie Assassin, Aura Noir, Agent Steel oder eben Sadus die Bühne geteilt hat, ist ruhepausentechnisch absolut Fehlanzeige. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wird aus allen Rohren gethrasht, selbst Midtempo-Passagen findet man nur mit der (akustischen) Lupe. Dadurch ergibt sich mit der Zeit zwar eine leichte geschwindigkeitstechnische Eintönigkeit, was aber Hochdruck-Thrash-Fanatiker wie mich nur geringfügig stören kann – jedenfalls weniger als die Tatsache, dass man rifftechnisch doch eher unoriginell unterwegs ist. Auch die gelegentlichen Solo-Einsprengseln von Bandkopf Pozza (v,g) fallen hauptsächlich durch ihre Kürze auf. Zu Pozza ist außerdem noch zu sagen, dass sein krasses Gekeif den weiter oben gezogenen Vergleich mit Necrodeath und (sehr) frühen Sadus noch zusätzlich rechtfertigt. Zum Abschluss der 10 Stücke (abzüglich Intro) wartet mit Slaughter In The Jet-Set noch eine punkige Fast-Hymne, die man ruhig weiter nach vorne hätte stellen können. Ansonsten fällt mir jetzt auch nichts mehr ein, was man zur mehr als treffenden Selbstbezeichnung „pure fucking Thrash Metal“ noch ergänzend erklären müsste.