Progressive
Metal ist wohl der einzige Typ von Metal der niemals wirklich
gehypt wird aber auch niemals wirklich tot gesagt werden kann.
Immer wieder gibt es Bands, die sich komplexeren Songstrukturen
widmen und damit eine erlesene Schar von Musikliebhabern erreichen.
Eine eben solche Band ist DAY SIX aus den benachbarten
Niederlanden. Auf ihrem zweiten Werk The Grand Design
zelebrieren die 4 Jungs Atmosphäre und Komplexität.
Musikalisch an Rush, Dream Theatre oder auch Porcupine Tree
erinnernd, wird der Hörer durch die 9 Songs geleitet. Lyrisch
dreht sich das Album einerseits um den Weltraum und seine Phänomene,
andererseits aber auch um die Schöpfung oder Erschaffung.
Man wird auf eine Reise durch die Weiten des Alls geschickt.
Dies wird eindrucksvoll durch die Musik untermalt. Die oft ruhigen
Gitarrenparts, die durch diverse Keyboard und Orgel Sounds unterlegt
werden, wechseln sich mit härteren oder verspielten Teilen
ab, so dass es einem selten langweilig wird. Kleiner Negativpunkt
dabei ist leider, dass sie auch manchmal langatmig werden (z.
B. bei Inside). Nie langweilig wird es allerdings wenn
die formidable Stimme von Sänger Robbie van Stiphout erklingt.
Was nicht heißen soll, das die Leistung der 4 Jungspunde
an ihren Instrumenten nicht zu jeder Zeit erhaben ist, aber
gerade die Stimme macht vieles von der Musik aus und verzaubert
den Hörer mit ihrer Intensität und den Klangfacetten.
Definitiv ist hier eine Band ins Rampenlicht getreten, von der
die Progszene noch hören wird. Hörtip für Begeisterte
ist Castle Gandolfo oder 7th Sign.