Zur Freude
aller Fans der Kultband aus Norwegen sind die Veröffentlichungen
des legendären DARKTHRONE Duos beinahe
schon jährlich geworden! Auch wenn die zwei Großhirne
der Band in verschiedenen Städten des hohen Nordens leben
und sich zum Proben in einem Landhaus(!) treffen, haben sie
mit Sardonic Wrath ein 34 minütiges
Meisterwerk des puren rohen Black Metals erschaffen, welches
sie dem verstorbenen Quorthon (R.I.P.) widmen. Die hasserfüllte
Zeremonie wird eröffnet mit dem Ambient-Elektro-Intro namens
Order Of The Ominous, welches durch Fenriz schnell
einsetzendes Trommelgewirbel der nächsten Nummer Information
Wants To Be Syndicated unterbrochen wird. Während
sich jener besprochene Track anfangs noch durch ein hervorragend
schnell gespieltes Schlagzeug zu beeindrucken weiß, sind
die folgenden Geniestreiche, wie auch das Ende des Liedes eher
im langsameren Mid-Tempo Bereich angesiedelt und erinnern laut
Nocturno Cultos eigener Aussage an die '95 erschienene Panzerfaust,
wenn auch die Aufnahmequalität des neuen Werkes um einiges
klarer ist.
Des weiteren
erfreuen hasszerfressene Vocals und gewohnter, aber keineswegs
abgedroschener 'true Norwegian Black Metal' Sound den Hörer.
Eingängige Nummern wie Straightening Sharks In Heaven
oder Sacrificing To The God Of Doubt bahnen sich mit
ihrem einzigartigen Rhythmen und teils schleppenden Parts ihren
Weg. In Alle gegen Alle beweisen DARKTHRONE
auch, das sie der deutschen Sprache mächtig sind, auch
wenn nur lediglich dieser eben erwähnte Satz 'gesungen'
wird. Der wieder etwas schneller zur Sache gehende musikalische
Antrag auf eine Gesetzesänderung Hate Is The Law
beinhaltet ein Gesangsduett zwischen Fenriz und Apollyon (Aura
Noir).
Leider,
aber für DARKTHRONE typisch ist der, laut
bandeigener Beschreibung betitelte „Noize“, bei
dessen Herstellung sich Nocturno und Fenriz abwechselten, nach
ca. einer halben Stunde vorbei.
Lange Rede, kurzer Sinn: Für DARKTHRONE
und generell BM Anhänger ein Meisterwerk und absolutes
Muss, welches es allerdings nicht vermag, die Meinungen derer,
die DARKTHRONE bis zum heutigen Tage gemieden
haben, zu ändern. Dennoch besticht die CD allein durch
ihr großartiges Cover.