Wie ein Geist ist sie erschienen, aus dem Nichts heraufbeschworen und umgeben von einer Mystik, die allzeit an ihr haftet, an ihrer Stimme und an ihrer Musik: Jayn H. Wissenberg und ihr Projekt DARKHER. Und so klingt auch ihre erste offizielle EP The Kingdom Field: Wie eine Manifestation, ein magischer Ort von eindringlicher Intensität, musikalisch eine hypnotische Mischung aus Dark Ambient, Folk und Witch House.
Vier Songs, sparsam instrumentiert, aber immer mit einer beschwörenden Drum-Rhythmik. Songs von erdiger Kraft (Ghost Tears, Foregone) oder fragiler Schönheit (Hung). Gitarren sind allgegenwärtig, clean oder verzerrt. Auch ein Cello hinterlässt gelegentlich seine Klangspuren, während subtile Sounds eben jene magische Atmosphäre aufbauen. Und über allem schwebt der Gesang von Jayn H. Wissenberg, weder dominierend noch aufdringlich aber eins mit der Musik, bevor sie mit dem instrumentalen Titeltrack, der im Übrigen ein wenig an Alcest erinnert, wieder aus dieser Welt entschwindet.
Musikalische Querverweise sind hier schwierig. Esben And The Witch zu Hexagons-Zeiten kommen mir in den Sinn. Oder vom Gesang her Monica Richards und Silje Wergeland.
Mit DARKHER haben sich Prophecy Productions definitiv ein weiteres musikalisches Kleinod an Land gezogen und ich freue mich schon sehr auf das erste Album. The Kingdom Field ist ein spirituelles, unter die Haut gehendes Stück Musik!