Alles
an diesem Album scheint trostlos und düster: das Cover
zeigt eine Kutsche, die zur letzten Fahrt bereit steht, die
der Titel All Roads Lead To Death schon andeutet.
Dann hört man erst die Musik, die sich durch verschiedene
Tempi auszeichnet und mit einer vorzüglichen Dynamik gesegnet
ist, aber durch die ungemein verzweifelte Stimme wie eine Ode
an den Tod klingt. DANTALION sind gewiefte Musiker und
lassen nicht nur den Vorschlaghammer kreisen, sie sind auch
nicht auf eingängige Stücke bemüht, ohne jedoch
allzu sperrig zu wirken.
Die Lieder weisen
eine überdurchschnittlich lange Spieldauer auf und diese
epische Komponierweise bietet vielen Elementen Platz. Natürlich
muss auch die Gefahr von Langweile gebannt werden, aber das
schaffen DANTALION wirklich gut. Vor allem das auf
und ab wogende, hymnenhaft pulsierende Monsterstück Walking
To Eternity klingt von vorne bis hinten während der
gesamten neun Minuten fesselnd und mitreißend.
Eigentlich lässt sich All Roads Lead To Death
am besten als langer, steiniger Weg beschreiben. Ein wenig
beschwerlich, anspruchsvoll, abwechslungsreich und mit allen
möglichen interessanten Details am Wegrand, die man aber
erst bei genauerer Betrachtung erkennen kann. Nicht einzelne
Wegstücke sind dabei besonders schön oder erwähnenswert
– nein, der ganze Marsch wirkt durch seine Gesamtheit
erfüllend. Am Ende ist man dann wirklich froh und glücklich,
diese akustische Fahrt mit der Band unternommen zu haben.
Also nehmt Platz
in der Kutsche, es sieht von außen düster und unbehaglich
aus, doch je länger die Fahrt dauert, desto beglückter
sieht der Zuhörer aus dem Fenster. Trotz der hoffnungslosen
Musik stellt sich letztendlich eine erhebende und hymnenhafte
Gesamtwirkung ein!
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