Holla,
das ist mal eine mächtige Portion aufs Maul, die man sich
da bei DAEMONLORD aus Spanien abholen kann.
Hellfire Centuries wurde im Grunde
genommen nur von zwei Musikern eingespielt, denn eines echten
Schlagzeugers bedienen sich die Schwarzkittel aus dem Städtchen
Aretxabaleta nur live. Das führt auch gleich zum beinahe
einzigen Minuspunkt, den die Platte aufweist: Die programmierten
Drums sorgen zwar mitunter für fast atemberaubende Geschwindigkeitswechsel
und Highspeed-Attacken, wirken aber in den ganz extrem schnellen
Parts schon leicht unglaubwürdig.
Ansonsten stimmt aber für ein Raw Black Metal Album besonders
am Anfang und am Ende der Platte so ziemlich alles. Das beginnt
schon einmal beim ins komplett Unmenschliche verzerrten Schreigesang,
mit dem Vokalist Egnar ordentlich zur finsteren und fiesen Grundstimmung
von Hellfire Centuries beiträgt.
Dazu kommt eine wirklich gute Gitarrenarbeit, mit sauber ausgearbeiteten
und trotz der teilweise enormen Geschwindigkeit dennoch abwechslungsreichen
und mitunter gar melodiösen Riffs/Themen. Vor allem die
ersten beiden Songs, Rifles And Hammers und Riding
The Mushhushu wissen zu überzeugen. Wenn man Black
Metal der alten Schule mag, und dennoch mal was Neues hören
will, sollte diese Scheibe zur ersten Wahl gehören! Stark!