CRIMSON MOONLIGHT – Veil Of Remembrance

 
Label: Rivel Records
Release: 26.01.2005
Von: Stormlord
Punkte: 8,5/10
Time: 43:16
Stil: Black/Death Metal
URL: Crimson Moonlight
 

Bevor ich noch einen Ton von Veil Of Remembrance gehört hatte, fiel mir das stilvolle Booklet der CD auf. Dieses ist sehr dunkel ausgefallen. In der Musik spiegelt sich diese Stimmung wider. Die Schweden mischen eine große Portion Black Metal der älteren Schule mit allerhand würzigen Zutaten anderer Spielarten. Hin und wieder blitzen Death- oder Thrash Metal Riffs aus den durchwegs schnellen Liedern heraus. So gelingt eine Mischung aus Old School Black Metal und modernen Sounds. Genauer gesagt werden die Speedattacken ganz geschickt durch die eingestreuten Elemente aufgelockert, sodass eine wohlbekömmliche Melange entsteht.
Auch die Stimme liegt in der Schnittmenge genannter Stile, meist wird gekreischt, dass sich die Balken biegen. Auch deathiges Röcheln kommt im Repertoire des Stimmakrobaten Simon Rosén vor. Die Gitarrenarbeit liegt im grünen Bereich, die Melodien halten sich oft im Hintergrund und man braucht ein paar Durchläufe, um die Details zu erkennen. Auffallend gut gelungen ist etwa Song Nummer 4, The Echoes Of Thought, wo der Fuß hin und wieder ein wenig leichter aufs Gaspedal gedrückt wird. Das sagt mir doch sehr zu. Ich muss den Jungs aber zugestehen, dass sie es verstehen, schnell zu spielen; das heißt, dass die Kompositionen trotz der halsbrecherischen Verfolgungsjagd von Gitarren und Drums nicht im Chaos enden. Sehr fein finde ich auch die akustischen Verschnaufpausen, wie in My Grief, My Remembrance – sie geben der CD einen atmosphärischen Anstrich, der allerdings gänzlich ohne Keyboard erzeugt wird. In The Cold Grip Of Terror wird gar ein doomiger Teil eingebaut. Das mag jetzt konfus klingen, doch ein roter Faden hält die Songs zusammen und macht sie nachvollziehbar.
Bei der Soundqualität können CRIMSON MOONLIGHT im Gegensatz zum Vorgänger The Covenant Progress eine Steigerung verzeichnen. Die gut gelungenen Texte sind alle aus dem Leben gegriffen und handeln in poetischer Form von Themen wie Schmerz und reflektieren das Leben. So gibt es über Veil Of Remembrance nur Positives zu berichten, zu bemängeln wäre das Fehlen einiger herausragender Lieder, die ein Album heute braucht, um aus der Masse deutlich herauszuragen.