Eine halbe Ewigkeit tummeln sich die unverwüstlichen ASMODEUS schon im Underground und sie werden dort auch mit ihrem Werk Adamant bleiben – und das ist gut so, denn die Musik biedert sich nicht an, sondern steht für wütenden, aber auch melodisch rasenden Black Metal.
Eine liebevoll gestaltete, geprägte Holzbox lässt darauf hoffen, dass die Musik die optisch geschürten Erwartungen erfüllen kann und nach einer düsteren Einleitung blastet das Quartett in charmant-bekannter Manier los, als gäbe es kein Morgen. Stampfende Takte und akzentuierte Rhythmik durchbrechen das Inferno beizeiten und bieten Futter für den Groove-gestählten Headbangernacken. Sehr gut passen die leicht hymnischen Anklänge und das grundsätzlich entspanntere Flair von Disorder In Balance, das leider unspektakulär ausklingt, als es gerade so richtig interessant zu werden scheint.
Das unglücklich betitelte Inquisition Feuersturm überzeugt durch piekfein gesetzte Breaks sowie coole Grooves und auch A Forsaken Enchantment sammelt durch die Black’n‘Roll-Attitüde, Marschrhythmen oder melodische Leads eifrig Pluspunkte. Dieser Song enthält mit dem fulminanten Schlussteil auch den absoluten Höhepunkt von Adamant – da geht richtig die Post ab!
Conspiracy Unleashed funktioniert live zum Fäusterecken sicher prächtig und ein Song namens An Ode In Bitterness KANN ja gar nicht schlecht sein, oder? Tödlich schleppend und überaus melodieverliebt verfehlt diese epische Komposition ihre Wirkung nicht, geht aber leider etwas uninspiriert zu schnell in die ewigen Jagdgründe ein.
ASMODEUS können zwar verdammt schnell musizieren, lassen dieses Stilmittel aber nicht zum Selbstzweck verkommen. Die Band hat gelernt, dass durchgehendes Geblaste ermüdend wirkt und verwendet Speedattacken differenzierter und punktgenau, dazwischen regiert allerdings die Abwechslung. Auf ihre alten Tage präsentieren sich ASMODEUS überraschend stark!