ASGAIA – Trinegra

 
Label: STF Records
Release: 28.03.2011
Von: Stormlord
Punkte: 7.5/10
Time: 44:58
Stil: Dark Metal
URL: Asgaia
 
ASGAIA verstehen es sehr gut, eine düstere Stimmung zu erzeugen, sie vergessen nebenher aber keinesfalls auf einen kräftigen Schuss Dynamik und gesunde Härte.

Stimmlich gibt es überwiegend dunkle Growls zu vernehmen, die nur hin und wieder von Klargesang abgelöst werden. Auch das Keyboard darf ein Wörtchen mitreden, agiert dabei meist im Hintergrund und bereichert die Musik anstatt sie zu verwässern oder zu verkitschen. Die einzelnen Stücke sind leicht nachvollziehbar und harmonisch, teilweise mit einer symphonischen Note versehen, die aber glücklicherweise nicht in allzu bombastische Opulenz ausartet.
Eine gewisse Eingängigkeit und Melodieverliebtheit ist jederzeit spür- und greifbar, doch die Musiker übertreiben es nicht mit süßlichen, auf Hits getrimmten Strukturen. Der Vorteil von dieser Taktik ist sicherlich, dass sich Trinegra durch Tiefgang auszeichnet und auf Langzeitwirkung setzt. Gleichzeitig muss ich sagen, dass es schon ein paar Durchläufe braucht, bis das Album seine Wirkung entfalten kann. Geschickt schaltet das Quintett auch mal einen Gang zurück und erhöht so die Variabilität. Dementsprechend ist etwa das kurze Zwischenspiel The Void wichtig, wenn auch beim ersten Eindruck wenig aufregend. Das folgende Disappearing I erhält dadurch aber noch einen zusätzlichen Aggressionsschub. Hier klingen sogar dezent Symphonic Black Metal- Einflüsse an, die der Musik durch die erhöhte Durchschlagskraft sehr gut tun. Auch in diesem Fall gilt wie so oft die Devise: Eingängigkeit ja, Banalität nein! Vereinzelte Keyboardsequenzen wie jene im Verlauf von Downfall Of Land klingen zwar für meinen Geschmack schon ein bisschen seicht, doch das sind sicherlich nur kleine Schönheitsfehler, die durch coole Gitarrenmelodien wieder ausgebessert werden.
Der instrumentale Abschluss namens Locrian Time Of Arrival fällt ob seiner epischen Ausrichtung komplett aus dem Rahmen und stellt eine begrüßenswerte Überraschung dar. Mehr davon bitte!

Im Allgemeinen gefällt mir die Herangehensweise von ASGAIA recht gut, da die Art des Komponierens die Aspekte Melodie und Härte gut miteinander verbindet. Bereichernde Elemente wie Klargesang und Keyboards werden zudem nicht übertrieben eingesetzt. Die homogene Wirkung ist die Stärke von Trinegra, es fehlt nur eine Bandhymne, eine Komposition der Extraklasse, die dem guten Gesamteindruck die Krone aufsetzen würde.