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Fast 10 Jahre hat es gedauert, bis sich ARMORED SAINT nach
dem Tod von Dave Prichard in kreativer Hinsicht wieder zusammengerauft und mit Revelation ein Comeback-Album veröffentlicht
haben. Und es bedurfte weiterer 10 Jahre, bis die Kalifornier einmal mehr von sich hören lassen, mal abgesehen von diversen
Best-Of’s, Compilations und DVD’s dazwischen, sowie
den Zweitjobs von John Bush bei Anthrax und Joey Vera bei Fates
Warning.
La Raza - der Titel des neuen Albums - ist gleichermaßen
ungewohnt wie bezeichnend für die Band und deren Musik
im Jahre 2010.
ARMORED SAINT haben sich auf diesem Album noch einen
Schritt weiter vom traditionellen Metal entfernt. Es rockt,
ja, aber vielmehr atmet La Raza kalifornisches
Lebensgefühl. Musikalisches Multi-Kulti mit einer leicht
progressiven Note und den markanten tribal-artigen Drums. Darüber
hinaus begeistern ARMORED SAINT einmal mehr mit schnörkelloser
Gitarrenarbeit und Solos, mal mit ruhigen Tönen (Chilled),
lässigem Groove (Head On) oder den Krachern Left
Hook From Right Field und La Raza. ARMORED SAINT
versprühen einfach nur unbändige Spielfreude, Charme
und Esprit. Dominiert wird das Album natürlich von John
Bush, dessen Gesang hier noch besser zur Geltung kommt.
Aber, man muss auch fairerweise sagen, dass ohne John Bush La
Raza vermutlich nicht halb so spektakulär wäre
und vermutlich im großen Einheitsbrei des Classic Rock
untergehen würde. La Raza ist auch sicherlich
nicht das Album, das Fans von ARMORED SAINT erwarten
würden oder erwartet hätten. Egal! Ich find es toll!
Für mich ist La Raza DAS Sommeralbum!
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