Nachdem
Sarah Jezebel Deva aus Zeitgründen sowohl bei Mortiis,
als auch bei Therion ausgestiegen war, um sich ausschließlich
Cradle Of Filth zu widmen, blieb sie bei deren Backgroundgesang
jedoch weit hinter ihren 4 Oktaven-Fähigkeiten zurück.
Glücklicherweise traf sie irgendwann, irgendwo auf Tour
Chris Rehn (Abyssos), mit dem sie gleiche musikalische Interessen
verbindet und deren Umsetzung nun – zusammen mit Tommy
Rehn (Moahni Moahna) – zu ANGTORIA geführt
haben. Das vorliegende 5 Track Demo ist allerdings nur ein inoffizieller
Release, mit dem ANGTORIA die Klinken diverser
Label zu putzen wollen.
Die gemeinsame Passion des Trios sind orchestrale Arrangements,
verbunden mit der Atmosphäre großer Filmmusik und
dem unvermeidlichen metallischen Grundtenor. Six Feet Under’s
Not Deep Enough, Suicide Of My Mind, A Child That Walks In The
Path Of A Man und das grandiose Deity Of Disgust
sind großartige Songs, die mich an Shirley Bassey und
James Bond Soundtracks erinnern, wobei bei letzterem auch zum
ersten Mal männlicher Gastgesang von Martin Häggström
zum Einsatz kommt, was den Soundtrackcharakter noch unterstreicht.
Confide In Me ist ein Song, mit dem Kylie Minogue seinerzeit
schon Erfolg hatte, hier in einer fantastischen Neuinterpretation.
Insgesamt ein sehr beeindruckendes und vielversprechendes Demo.
Die orchestralen Arrangements sind sehr professionell aufgebaut
und harmonieren perfekt mit der metallischen Ausrichtung, den
für Soundtracks typischen stilistischen Einflüssen
und Sarah’s tiefer Stimme. Ich denke, das haben wir Tommy
Rehn zu verdanken, der insbesondere in den letzten Jahren viel
Musik für Musicals und Theater komponiert hat. Hier kommt
Großes auf uns zu! Ich liebe diese CD.