ANGTORIA

 
Label: Demo
Release: August 2004
Von: Dajana
Punkte: -/-
Time: 21:43
Stil: Orchestral Metal
URL: Angtoria
 

Nachdem Sarah Jezebel Deva aus Zeitgründen sowohl bei Mortiis, als auch bei Therion ausgestiegen war, um sich ausschließlich Cradle Of Filth zu widmen, blieb sie bei deren Backgroundgesang jedoch weit hinter ihren 4 Oktaven-Fähigkeiten zurück. Glücklicherweise traf sie irgendwann, irgendwo auf Tour Chris Rehn (Abyssos), mit dem sie gleiche musikalische Interessen verbindet und deren Umsetzung nun – zusammen mit Tommy Rehn (Moahni Moahna) – zu ANGTORIA geführt haben. Das vorliegende 5 Track Demo ist allerdings nur ein inoffizieller Release, mit dem ANGTORIA die Klinken diverser Label zu putzen wollen.
Die gemeinsame Passion des Trios sind orchestrale Arrangements, verbunden mit der Atmosphäre großer Filmmusik und dem unvermeidlichen metallischen Grundtenor. Six Feet Under’s Not Deep Enough, Suicide Of My Mind, A Child That Walks In The Path Of A Man und das grandiose Deity Of Disgust sind großartige Songs, die mich an Shirley Bassey und James Bond Soundtracks erinnern, wobei bei letzterem auch zum ersten Mal männlicher Gastgesang von Martin Häggström zum Einsatz kommt, was den Soundtrackcharakter noch unterstreicht.
Confide In Me ist ein Song, mit dem Kylie Minogue seinerzeit schon Erfolg hatte, hier in einer fantastischen Neuinterpretation.
Insgesamt ein sehr beeindruckendes und vielversprechendes Demo. Die orchestralen Arrangements sind sehr professionell aufgebaut und harmonieren perfekt mit der metallischen Ausrichtung, den für Soundtracks typischen stilistischen Einflüssen und Sarah’s tiefer Stimme. Ich denke, das haben wir Tommy Rehn zu verdanken, der insbesondere in den letzten Jahren viel Musik für Musicals und Theater komponiert hat. Hier kommt Großes auf uns zu! Ich liebe diese CD.