Die Verwendung
der russischen Sprache ist ein Pluspunkt, der Sound der CD
dagegen fällt negativ ins Gewicht. Eine verwaschene Produktion
schmälert den durchaus vorhandenen Hörgenuss der
leichtfüßigen Stücke doch erheblich. Yuliana
klingt kraftvoll wenn sie in mittlerer Tonlage operiert –
sie begibt sich nur manchmal in schwindelerregende Höhen
und droht abzustürzen. Die Musik bleibt hier bodenständiger
und jagt teils in flottem Galopp, dann eher in gemäßigtem
Midtempo dahin. Auch eine Halbballade findet sich auf dem
Album und wird an fünfter Stelle mit dem letztendlich
doch gitarrenorientierten Righteous Men Of Light präsentiert.
Die kraftvollen Speedparts behalten also deutlich die Oberhand,
bevor mit dem dick aufgetragenen Lied namens Prayer
der Kitsch mit pathetischen Gitarren und Choralgesang ins
rechte Licht ge(d)rückt wird. Das anschließende
Goths Assault Rome wartet wieder mit etwas fetzigerem
Material auf und bietet gut hörbaren Opernmetal mit Galoppdrums
und moderat hohem Gesang, bevor Songs Of Sand-Storms
einen instrumental bombastischen, aber etwas unspektakulären
Abschluss bildet.
ANDEM machen
ihre Sache gut, bleiben aber zu vorhersehbar, um zu überraschen.
Die Refrains sind locker-flockig, die Gitarrenarbeit kompetent,
sodass Freunde von zackigem Power Metal inklusive Operngesang
bedenkenlos reinhören können, wobei noch einmal
auf den saftlosen Sound hingewiesen werden soll.